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Jean-Paul Goude verbindet als Designer, Fotograf und Regisseur Kunst und Werbung. Seit den 1960er Jahren beschäftigt er sich mit schwarzer, arabischer und lateinamerikanischer Kultur. 1989 inszenierte er eine Parade zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution. Der Film fragt, ob seine Bildsprache multikulturell oder stereotyp ist - und lässt Goude selbst zu Wort kommen.
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Jean-Paul Goude verwischt die Grenzen zwischen Kunst und Werbung: Er zeichnet, fotografiert, filmt und designt. Lange vor Bildbearbeitungssoftware und Instagram veränderte er die Körper seiner Modelle. Seine Werbespots für Orangina, Perrier, Kodak und Citroën sind unverwechselbar.
Seit den 1960er Jahren setzt er sich bildgewaltig mit schwarzer, arabischer und lateinamerikanischer Kultur auseinander. Als künstlerischer Leiter des Magazins „Esquire“ schuf er in den 1970er Jahren Illustrationen schwarzen Selbstbewusstseins. Seine Inszenierungen machten seine Partnerin Grace Jones zur Stilikone; Farida Khelfa gab Anfang der 1980er Jahre dem „Beur-Stil“ der zweiten maghrebinischen Einwanderergeneration ein Gesicht.
1989 beauftragte ihn François Mitterrand mit einer Parade zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution. Das multikulturelle Spektakel auf den Champs-Élysées sahen eine Million Menschen vor Ort und 100 Millionen im Fernsehen. Später ließen sich Stars wie Rihanna und Kim Kardashian von Goude porträtieren.
Doch sein Werk polarisiert: Kritiker werfen ihm vor, nicht-weiße Körper zu erotisieren, Kulturen zu vereinnahmen und rassistische Klischees zu bedienen. Der Film beleuchtet diese Vorwürfe anhand von Interviews und Archivaufnahmen. Goude stellt sich der Kritik, verteidigt seine Kunst und erläutert die Absicht hinter einem aktuellen Werk.
Hinweis
Synchronfassung
Personen