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Konzentrationslager Buchenwald, 1945. Ein Gefangener hat ein kleines Kind gerettet, versteckt in einem Koffer. Als die Mithäftlinge den Jungen entdecken, stehen sie vor einer schweren Entscheidung. - Der DDR-Film über Leben und Sterben in einem KZ beruht auf wahren Ereignissen. Er ist mit Ausnahme des propagandistischen Endes unpathetisch und ergreifend. Mit Armin Mueller-Stahl.
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Deutschland, 1945: Wenige Wochen vor der Befreiung durch die Alliierten kommt ein polnischer Häftling mit einem der letzten Transporte in das Konzentrationslager Buchenwald. Bei sich trägt er einen Koffer. Er weigert sich, ihn aus der Hand zu geben. Darin ist ein dreijähriger jüdischer Junge versteckt, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden. Wenn die Lagerleitung ihn entdeckt, droht ihm der Tod.
Als die Häftlinge Höfel und Pippig den Koffer öffnen, möchten sie das Kind retten und vor der SS verstecken. Doch dadurch könnten sie den bewaffneten Aufstand gefährden, den eine Widerstandsgruppe im Lager plant. Die Häftlinge sind in ihrer Haltung gespalten. Das Leben des Jungen ist ungewiss.
„Nackt unter Wölfen“ beruht auf dem 1958 erschienenen gleichnamigen Roman von Bruno Apitz, der kurz nach der Befreiung seine Erlebnisse im Konzentrationslager Buchenwald aufschrieb. Erstmals wurde die abgeriegelte Welt eines Lagers in Frank Beyers Film intensiv dargestellt: nüchtern und klar. In einem hochkarätigen Ensemble von Darstellern verkörpert Armin Mueller-Stahl den Häftling Höfel.
Das jüdische Kind hat es tatsächlich in Buchenwald gegeben: Der dreijährige Stefan Jerzy Zweig kam im Herbst 1944 ins Lager und wurde am 11. April 1945 gemeinsam mit seinem Vater befreit.
Der am Ende des Films beschriebene bewaffnete Aufstand hat jedoch so nie stattgefunden. Stattdessen hatte die SS, aus Angst vor den anrückenden Amerikanern, das Lager aufgegeben und die Flucht angetreten.
Frank Beyer (1932-2006) war einer der bedeutendsten Filmschaffenden der DDR. Mit „Nackt unter Wölfen“ adaptierte er den Roman des Buchenwald-Häftlings Bruno Apitz aus dem Jahr 1958, Bestseller und Schullektüre in der DDR. Der propagandistische Schluss kam auf Druck der Zensurbehörden zustande: „Beyers Kinoadaption endet mit dem aktiven Aufstand überwiegend kommunistischer Kämpfer gegen das KZ-Personal und nicht - wie es authentischer gewesen wäre - mit einer Befreiung durch US-Truppen. Doch blieb diese Schlusssequenz die einzig stark pathetisch überhöhte Szene im Film.“
Hinweis
Produktion: DEFA-Studio für Spielfilme, Gruppe „Roter Kreis“
Personen
Schauspieler: Rolle | Walter Krämer André Höfel Marian Kropinski Rudi Pippig Zacharias Jankowski Leonid Bogorski Herbert Bochow August Rose Zweiling |
| Regie: | Frank Beyer |
| Drehbuch: | Bruno Apitz, Frank Beyer |
| Kamera: | Günter Marczinkowsky |
| Musik: | Joachim Werzlau |