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Bob reist für einen Whiskey-Werbespot nach Tokio. Im Hotel trifft er auf die junge Charlotte, die sich langweilt. Durch den Jetlag um den Schlaf gebracht streifen die beiden gemeinsam durch das nächtliche Tokio. Sofia Coppolas oscargekrönter Spielfilm mit Bill Murray und Scarlett Johansson.
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Details
Bob Harris reist für einen Werbespot eines japanischen Whiskyherstellers nach Tokio. Der US-amerikanische Filmstar hat die besten Jahre als Schauspieler bereits hinter sich und - wie es scheint - auch als Ehemann und Vater. Seine Ehe dreht sich nur noch um das Design von Inneneinrichtungen und um vergessene Kindergeburtstage. Weil er in einer japanischen Fernsehshow auftreten soll, verlängert sich sein Aufenthalt, und Bob hängt, verloren in der durch den Jetlag verursachten Schlaflosigkeit, vorwiegend an der Hotelbar herum.
Dort trifft er eines Abends auf Charlotte , eine junge Frau Anfang 20, die eben ihr Studium beendet hat und deren Ehe schon nach zwei Jahren in Routine verfallen ist. Ihr Mann John ist ein erfolgreicher Fotograf, der einen Auftrag in Tokio hat und überhaupt keine Zeit für seine Frau findet, sodass Charlotte nichts anderes zu tun weiss, als in Tokio herumzulaufen oder am Fenster des Hotelzimmers zu sitzen. Der Zufall bringt den in die Jahre gekommenen Schauspieler und die ziellose College-Abgängerin zusammen. Als Charlotte Bob einlädt, mit ihr auszugehen, begeben sich die beiden auf einen nächtlichen Streifzug durch Tokio, der sie beide verändern wird.
Die zwei Hauptfiguren von «Lost in Translation» könnten auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein. Doch bald schon finden sich der alternde Schauspieler und die junge Collegeabgängerin in einer Vertrautheit, die vielleicht nur mit Fremden oder an einem so anonymen Ort wie einem Hotel entstehen kann. Der Beziehung unterliegt eine romantische Aura, die aber nie ausformuliert wird. Vielmehr konzentriert sich Regisseurin Sofia Coppola auf den geradezu schlafwandlerischen Zustand, in dem sich diese beiden in Japan gestrandeten Amerikaner befinden.
Nach «The Virgin Suicides» ist «Lost in Translation» Sofia Coppolas zweiter Langspielfilm. Die Tochter des berühmten Hollywoodregisseurs Francis Ford Coppola hat mit dieser ironischen, aber liebevollen Betrachtung zweier verlorener Seelen in einer globalisierten Welt endgültig gezeigt, dass sie zu den Ausnahmetalenten der neuen Generation von Filmemachern gehört. «Lost in Translation» gewann einen Oscar für das beste Drehbuch.
Hinweis
[Sprachen: Deutsch / Englisch]
Personen
Schauspieler: Rolle | Charlotte Bob Harris Miss Kawasaki Presseagent Presseagent John |
| Regie: | Sofia Coppola |
| Drehbuch: | Sofia Coppola |
| Kamera: | Lance Acord |
| Musik: | Brian Reitzell, Kevin Shields |