Augustin Hadelich spielt Mendelssohns Violinkonzert in e-Moll

Deutschland, 2026
bis 11:00
Konzert
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • 20261108103000
VPS 10:30

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Übersicht

Es ist unbestritten eines der beliebtesten Violinkonzerte überhaupt: Das Konzert in e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. Solist in dieser Aufführung mit dem BRSO, unter der Leitung von Simone Young, ist Augustin Hadelich, einer der prägendsten Geiger unserer Zeit.

Themen

    Details

    Mehrfach musste der bedeutende Geiger Ferdinand David seinen Komponistenfreund Felix Mendelssoh-Bartholdy ermuntern, sich mit der Komposition eines Violinkonzerts zu beschäftigen. Der Tonfall zwischen den beiden war heiter-ironisch. Natürlich wollte der Geiger in dem neuen Werk glänzen, und Mendelssohn schrieb: „Brillant willst du‘s haben und wie fängt unser eins das an? Das ganze erste Solo soll aus dem hohen e bestehen.“ Der Beginn des Konzerts besteht dann doch aus mehr als einem einzigen strahlenden Geigen-„e“, aber tatsächlich spielt das „e“ eine tragende Rolle. Das Konzert steht nämlich in der Tonart e-Moll und beginnt in einer ungewöhnlich hohen, hellen Lage auf der hohen E-Saite. Es wurde ein Glücksgriff - wie wenige andere Violinkonzerte scheint Mendelssohns Werk aus einem Guss, jede Note so, als könne sie gar nicht anders sein. Ungewöhnlich auch die Form - die Sologeige setzt direkt zu Beginn ohne Orchestervorspiel im zweiten Takt ein und trägt das Hauptthema vor. Und alle drei Sätze schließen nahtlos aneinander an, die Kadenz im ersten Satz ist von Mendelssohn auskomponiert und fügt sich genauso organisch in das Gesamtwerk ein. Das Mendelssohn-Konzert wurde zu einem der Standardwerke für Violine, die jeder Geiger im Repertoire haben muss. Bei Augustin Hadelich klingt ein Werk jedoch niemals routiniert, mit seiner Wachheit und Begeisterungsfähigkeit erschließt er seinem Publikum die Musik, ohne künstlich aufgesetzte Attitüde, als Botschafter der großen klassisch-romantischen Geigenkunst, zu deren ersten großen Vertretern der Auftraggeber und Uraufführungs-Interpret Ferdinand David zählt und dessen Erbe Augustin Hadelich als einer der aktuell prägendsten Geiger fortführt. In dieser Aufzeichnung vom 23.10.2026 wird er begleitet vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Simone Young.

    Hinweis

    Simone Young, Dirigentin; Augustin Hadelich, Violine; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

    Personen

    Dirigent:Simone Young
    Solist:Augustin Hadelich


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