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Die indonesischen Molukkeninseln, einst Europas „Gewürzkammern“ und holländische Kolonie bis in die 1940er Jahre, waren lange exklusive Quellen für Nelken und Muskatnuss und Auslöser für Kriege zwischen den Kolonisten. Muskatnussbauer Ponky de Broeke bewirtschaftet eine Plantage auf den Molukken, die zudem durch ihre besonders vielfältige Tier- und Pflanzenwelt beeindrucken.
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Die Inselgruppe der Molukken liegt im Nordosten Indonesiens. Nur dort wuchsen früher Nelken und Muskatnüsse. In England war Muskatnuss als Mittel gegen die Pest wertvoller als Gold. Die Briten führten mit Portugiesen und Niederländern Krieg um den Besitz dieser sogenannten Gewürzinseln. Bis in die 1940er Jahre waren die Molukken niederländische Kolonie - erst dann begann ihre Unabhängigkeit.
Muskatnüsse wachsen an Bäumen und sehen aus wie unreife Früchte. Der Dokumentarfilm begleitet den Muskatnussbauern Ponky de Broeke zu seiner Plantage auf den Banda-Inseln im Süden des Molukken-Archipels. Muskatnussbäume benötigen Diversität, also Baumnachbarn, die ihnen Schutz und Schatten spenden. Nelken wachsen wiederum nur im Norden des Archipels, ebenfalls an Bäumen. Was man als Gewürznelke kennt, bildet sich unterhalb der weißen Blüten.
Auffallend ist, dass auf den Molukken sowohl die Tier- und Pflanzenwelt Australiens als auch die Vielfalt des asiatischen Kontinents vertreten ist. Mit dieser besonderen Flora und Fauna ihrer Heimat setzt sich Lesley Latu Papua, Dozentin für Forstwirtschaft an der University of Pattimura in Ambon auseinander. Der Brite Alfred Russel Wallace kam im 19. Jahrhundert auf die Molukken und war fasziniert von deren biologischer Vielfalt. Die Inseln sind so reich an Papageien, dass ganze Familien auf Vogeldiebstahl spezialisiert waren. Soni Sapulete ging früher auf Vogeljagd. Heute widmet er sich jedoch dem Vogelschutz und bildet Studierende der Forstwirtschaft zu Rangern aus.
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