Mephisto - Gustaf Gründgens & Klaus Mann

Deutschland / Frankreich, 2025
bis 00:05
Literatur
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261128230500
VPS 00:00

Übersicht

Klaus Mann schreibt „Mephisto“ im Exil als Abrechnung mit einem Künstler, der sich dem NS-Regime anpasst. Vorbild ist sein früherer Freund Gustaf Gründgens. Der Roman erscheint 1936 in Amsterdam, in Deutschland wird er verboten. Mann stirbt 1949 an einer Überdosis Schlaftabletten. Die Doku erzählt von Freundschaft und Verrat, und der Frage, welche Verantwortung Künstler tragen.

Themen

    Details

    Der Roman „Mephisto“ gehört zu den wirkmächtigsten und umstrittensten Texten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Klaus Mann schrieb ihn 1936 im Exil als Abrechnung mit einem Typus: dem Künstler, der sich dem Nationalsozialismus beugt und dafür Erfolg, Macht und Schutz erhält. Vorbild der Hauptfigur Hendrik Höfgen war Gustaf Gründgens, Schauspieler, Intendant und einst enger Freund Manns. Während Klaus und Erika Mann Deutschland verlassen, steigt Gründgens zum Protegé Hermann Görings auf und wird einer der einflussreichsten Theatermacher des Reiches. Nach 1945 setzt er seine Karriere nahezu ungebrochen fort. Als „Mephisto“ in der Bundesrepublik erscheinen soll, wird der Roman auf Betreiben von Gründgens‘ Adoptivsohn verboten. Erst 1981 erscheint das Buch im Westen und wird zum Bestseller. Klaus Mann erlebt diesen Erfolg nicht mehr. Enttäuscht vom Umgang des Nachkriegsdeutschlands mit seiner Vergangenheit, politisch isoliert und zunehmend verzweifelt, begeht er 1949 Suizid. Die Dokumentation verwebt Roman, Biografien und Zeitgeschichte. Anhand von Tagebüchern, Briefen und Archivmaterial erzählt der Film von einer zerstörten Freundschaft, von Kunst und Macht, von Opportunismus und Haltung. „Mephisto“ wird so zu einem zeitlosen Spiegel für die Frage, welche Verantwortung Künstler tragen und wie fragil Freiheit und Moral in autoritären Zeiten sind.

    Hinweis

    Personen

    Regie:André Schäfer


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