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Mitten im Wedding steht seit diesem Sommer eine Waffenfabrik. Wo bislang Autoteile vom Band liefen, baut Rheinmetall nun Vorprodukte für weltweit gefragte Artilleriemunition und Kamikazedrohnen. NATO-Draht, Überwachungskameras und Security-Personal sichern das Gelände. Gleich nebenan: Eine Grundschule, ein Schwimmbad und hunderte Anwohner.
„Wie stehst du zur Aufrüstung, wenn sie ganz nah ist?“ - dieser Frage können die Anwohner der Waffenfabrik nicht mehr aus dem Weg gehen. Sie beantworten sie ganz unterschiedlich: mit der Furcht um die eigene Sicherheit, mit dem Organisieren von Widerstand, mit dem Überbordwerfen früherer Gewissheiten. Die rbb24 Reportage begleitet eine evangelische Pfarrerin mit ukrainischen Wurzeln, die verhindern will, dass Pazifisten als Putinversteher verunglimpft werden. Sie gibt Einblick in ein deutsch-lettisches Paar, das sich über den Sinn der Aufrüstung streitet und doch offen zueinander bleibt. Und sie zeigt, wie ein syrischer Restaurantbetreiber, der vor den Raketeneinschlägen in seinem Wohngebiet nach Deutschland geflüchtet ist, zum politischen Aktivisten wird und gegen die Fabrik mobilisiert.
Ein intimer Blick in einen Kiez, der wie ein Brennglas ist für eine der drängendsten Fragen der Zeit, nämlich die nach Krieg und Frieden.
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