Die Kunst, Olli Dittrich zu sein

bis 23:20
Künstlerporträt
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  • 20261120222000
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    „Buchhalter des Irrsinns“ nennt Schauspieler Matthias Brandt seinen Kollegen Olli Dittrich. Der Humorist gilt als Meister der Verwandlung und einer der besten zeitgenössischen Schöpfer von Kunstfiguren. Seine Filme, TV-Formate und Persiflagen wurden vielfach national wie international ausgezeichnet. In seiner beeindruckenden Karriere ist der vierfache Grimme-Preisträger in Dutzende legendäre Rollen geschlüpft. Seine berühmteste Figur ist wohl „Dittsche“, Imbisstheken-Philosoph und „Deutschlands letzter Volksheld“ („SZ“). Auch als Komponist, Texter und Multiinstrumentalist feierte Olli Dittrich große Erfolge. Zum 70. Geburtstag von Olli Dittrich blickt diese Dokumentation hinter die vielen Facetten seiner Charaktere auf den Menschen selbst. Eric Friedler (Regie & Autor) und Fritz Frey (Co-Autor) begleiten Olli Dittrich an wichtige Orte seines Lebens und zeigen die einzigartige Karriere eines Ausnahmekünstlers, der bis heute die deutsche Comedyszene und das Unterhaltungsfernsehen entscheidend prägt. Ob Musik oder die Kunst der Verwandlung: Leitmotive ziehen sich durch Olli Dittrichs Leben. Schon als Teenager faszinieren ihn die legendären Hamburger Konzertclubs: Mit 16 steht er bereits im Onkel Pö auf der Bühne. Die Musik bleibt eine lebenslange Leidenschaft: Mit Wigald Boning spielt er als Kultband „Die Doofen“ im Olympiastadion München. Musikmogul George Glueck erinnert sich: „Ein Album zu machen, das ‘Lieder, die die Welt nicht braucht` heißt, das muss man sich erst mal trauen.“ 2006 stürmt Olli Dittrich mit seiner Band „Texas Lightning“ und dem Megahit „No No Never“ beim Eurovision Song Contest die Charts und holt Platin-Status. In den 1990er-Jahren gelingt Dittrich der große Durchbruch an der Seite von Wigald Boning bei „RTL Samstag Nacht“. Mit dem arbeitslosen, Bier trinkenden Imbissphilosophen „Dittsche“ erschafft er später eine zeitlose Kultfigur im Frottee-Bademantel, die bis heute Millionen begeistert. Der Film erzählt auch, was Olli Dittrich anspornt und was er liebt. Eine seiner Leidenschaften ist der Fußball. Dittrich erinnert sich, wie er seinem Idol Uwe Seeler eines Tages seine ganze Bewunderung gesteht: „Ich weiß nicht, was ich da alles gestammelt hab, und er guckte nur im Laufen rüber und sagte: ‘Weiß ich doch, mein Dittsche.`“ Der Dokumentarfilm kommt ganz ohne Kommentar aus. Ausschnitte von Olli Dittrichs Schaffen verbinden sich mit der Geschichte, wie seine Figuren und Humoresken entstehen. Etwa die Persiflage auf das Frühstücksfernsehen - bis ins kleinste Detail ganz große Unterhaltung. Wegbegleiter und prominente Fans wie Sandra Hüller, Matthias Brandt, Bjarne Mädel, Marius Müller-Westernhagen, Bastian Pastewka, Esther Schweins, Wigald Boning, Hugo Egon Balder, Cordula Stratmann, Jon Flemming Olsen und Reinhold Beckmann würdigen die herausragende Bedeutung des einzigartigen Menschendarstellers für den Humor in Deutschland. Eine NDR-Koproduktion mit SWR und RB Als 90-minütige Fassung ab 22. November in der ARD Mediathek

    Hinweis

    Personen

    von:Fritz Frey, Eric Friedler


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