GEO Reportage

Sibirien: Die Eisstraße ins Polarmeer (Deutschland, 2017)

bis 11:10
Reportage
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261121101500
VPS 00:00

Übersicht

Im Norden von Russland baut man Straßen nicht aus Beton oder Asphalt. Man setzt stattdessen auf „Väterchen Frost“ - und errichtet Straßen aus Eis und Schnee. Im Norden Sibiriens verläuft eine der härtesten und kältesten Straßen der Welt. Sie wird erst befahrbar, wenn die Temperatur unter minus 30 Grad Celsiuis fällt. Erst dann sind die Flüsse und die Sümpfe der Tundra knochenhart gefroren.

Themen

    Details

    Kostja und Ljoscha, technische Mitarbeiter des Instituts für Permafrostbodenforschung in Jakutsk, brechen Ende März zu einer anspruchsvollen Expedition auf. Ihr Ziel: die Arktisstation Samoylov, gelegen weit draußen im eisigen Polarmeer. Dort sollen sie dringend benötigte Ausrüstung abliefern - darunter Fässer mit Bohrflüssigkeit, Thermobehälter für tiefgefrorene Bohrkerne sowie präzise Messgeräte und weitere wissenschaftliche Instrumente. Die Reise beginnt in Jakutsk, der Hauptstadt der größten föderalen Republik Russlands. In Sacha - der Republik der Jakuten - herrschen extreme klimatische Bedingungen: Temperaturen von minus 60 Grad Celsius und darunter sind keine Seltenheit. Der Boden ist bis in mehrere Meter Tiefe gefroren und taut im Sommer lediglich an der Oberfläche auf. Kostja und Ljoscha sind mit einem russischen Lkw der Marke Ural unterwegs. Dieses ursprünglich als geländegängiges Militärfahrzeug entwickelte Modell wird bis heute produziert. Der Ural gilt als robust, nahezu unverwüstlich und zuverlässig - besonders in den schwer zugänglichen Regionen Sibiriens. Den nächsten größeren Siedlungspunkt werden die beiden erst nach 13 Tagen und 200 Kilometern erreichen: die Polarhafenstadt Tiksi am Ufer des Eismeeres. Doch die Fahrt birgt viele Gefahren. Besonders tückisch ist der über 1.200 Meter hohe Werchojansker Gebirgsrücken. Obwohl die Berge sich oft bei strahlendem Sonnenschein und guter Sicht präsentieren und der Pass durch eine geräumte Straße erschlossen ist, ereignen sich hier jedes Jahr zahlreiche Unfälle - so auch diesmal. Doch selbst nach der Gebirgsüberquerung bleibt die Route herausfordernd: Hunderte Kilometer führen durch die unberechenbare Eiswüste. Wie wird die Tour verlaufen? Hält die Fahrzeugtechnik durch? Bleibt das Eis stabil? Der „Simnik“, wie diese eisige Transitstrecke genannt wird, ist selbst für erfahrene Sibirienfahrer eine echte Herausforderung.

    Hinweis

    „GEO Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.

    Personen

    Regie:Wolfgang Mertin


    TVinfo
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