Coming Out

Deutsche Demokratische Republik, 1989
bis 23:50
Drama
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • HDTV
  • 20261107220000
VPS 00:00

Übersicht

Wie ein Schlag trifft es Philipp, als er Matthias begegnet. Jetzt weiß er, dass er ein Leben lang auf ihn gewartet hat. Aber da ist Tanja, die ihn liebt. Da sind Vorurteile in der Gesellschaft gegenüber unüblicher Partnerschaft. Nicht nur Philipp gerät in eine Krise.

Themen

    Details

    Philipp ist ein Lehrer, wie ihn sich Schüler wünschen. Intelligent, gut aussehend und kreativ, begeistert er sie für den Unterricht. Kaum vorstellbar, dass ihn etwas aus der Bahn werfen kann. Doch genau das passiert, als er auf Matthias trifft. Unerwartet offenbart sich in dieser Begegnung seine homosexuelle Veranlagung. Eine schmerzhafte, konfliktreiche Selbstfindung beginnt. Nicht nur für den Lehrer. Auch für seine Freundin Tanja, die ein Kind erwartet. Für die Mutter bricht nach der Offenbarung des Sohnes eine Welt zusammen. Schließlich jagt ein Rettungswagen durch die Silvesternacht, in dem Matthias mit dem Tode ringt.

    Hinweis

    Mit „Coming Out“ knüpfte Regisseur Heiner Carow an seine besten Filme der 1970er-Jahre an („Die Legende von Paul und Paula“, „Bis dass der Tod euch scheidet“, „Die Russen kommen“). Um das Bekenntnis seiner Helden zu sich selbst, ihren Gefühlen und ihrer Individualität herauszufordern, trieb sie der Regisseur bis an die Grenze ihrer Leidensfähigkeit. Emotional, spannend und ehrlich plädiert der Film für Verständnis und Toleranz gegenüber jeglicher Art von Anderssein. Für die Umsetzung musste Heiner Carow gegenüber den DDR-Funktionären sieben Jahre kämpfen. Doch schlussendlich gelang es überdies an authentischen Orten der Ost-Berliner Schwulenszene in Friedrichshain zu drehen. „Coming Out“ ist innerhalb der Filmgeschichte der DDR das einzige Werk, das Homosexualität thematisiert. Für weitere Filme, die ebenfalls das Thema hätten aufgreifen können, blieb keine Zeit mehr, denn die DDR sollte nach Erscheinen des Films nur noch wenige Monate existieren. Am 09. November 1989, feierte „Coming Out“ seine Premiere im Berliner Kino „International“. Wegen der enormen Nachfrage gab es an diesem Abend eine Doppelvorstellung, um 19:30 Uhr und um 22:00 Uhr. Nachdem das Premierenpublikum das Kino verließ, wurde es Zeuge, wie noch in dieser Nacht die Berliner Mauer fiel. Gut drei Monate später wurde Heiner Carow für seinen Film auf der 40. Berlinale 1990 mit einem „Silbernen Bären“ ausgezeichnet.Foto

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Philipp
    Tanja
    Matthias
    Achim
    Älterer Herr
    Frau Möllemann
    Philipps Mutter
    Regie:Heiner Carow
    Drehbuch:Wolfram Witt
    Kamera:Martin Schlesinger
    Musik:Stefan Carow


    TVinfo
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