The Zone of Interest

USA / Großbritannien / Polen, 2023
bis 23:50
Drama
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261109221500
VPS 22:15

Themen

    Details

    Haus und Garten sind ein Traum, Mann, Frau und Kinder glücklich. Manchmal wird die Idylle gestört: Knochen und Asche schwimmen im Fluss, nachts lodern Feuer. Das Haus liegt im von den Deutschen besetzten Polen, an der Mauer des KZs Auschwitz. Seine Bewohner: Kommandant Rudolf Höß mit Familie und Dienstpersonal. - Jonathan Glazers intensiver Blick auf Normalität und Massenmord, frei nach einem Roman von Martin Amis. „Hier hast es aber auch wirklich schön“ - findet Hedwigs Mutter , als sie die Tochter in Polen besucht. Ein Besuch in Auschwitz, nicht weit von der ehemaligen Königsstadt Krakau im von den Deutschen besetzten Polen. Rudolf Höß , Hedwigs Mann, ist Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Er ist zuständig für die Umsetzung der „Endlösung“, der Vernichtung der europäischen Juden. Er lebt mit seiner Familie in einem Haus mit großem Garten, das an die Lagermauern grenzt. Seine Frau nennt er die „Königin von Auschwitz“. Als Rudolf die Versetzung ins brandenburgische Oranienburg droht, ist Hedwig nicht einverstanden. Keinesfalls will sie ihr kleines Paradies an der Lagermauer verlassen. Sie fordert ihren Mann auf, bei Hitler selbst auf einem Verbleib in Auschwitz zu bestehen. „The Zone of Interest“ hatte seine Weltpremiere 2023 in Cannes. Der Film bebildert nicht das Innenleben des Lagers. Nur am Ende in einem visuellen Epilog zeigt der Film Szenen aus dem Lager in der Gegenwart der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Bei den Oscars 2024 wurde „The Zone of Interest“ als bester internationaler Film ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Film einen Oscar für den Besten Ton (Tam Willers, Johnnie Burn). „Das Haus der Familie Höß steht noch. Es wurde inzwischen von einer NGO namens Counter Extremism Project aus New York erworben. Nur im Keller des Originalgebäudes fanden Teile der Dreharbeiten statt. Alles andere wurde drei Häuser weiter gedreht.“ (Quelle: „Die Villa“, SZ Nr. 24 vom 30. Januar 2025 und „Wir beschäftigen uns nicht mit Geschichte“, SZ Nr. 174 vom 31. Juli 2026). Rudolf Höß wurde nach dem Krieg nach Polen ausgeliefert, wo man ihm den Prozess machte. 1947 wurde er vor seinem ehemaligen Wohnhaus in Auschwitz gehängt. Seine Frau Hedwig und seine Kinder lebten nach dem Krieg in Westdeutschland. „Ein Film, bei dem man während des Sehens spürt und weiß, das nach Jahren noch über ihn gesprochen wird. ... Hannah Arendts ‘Banalität des Bösen‘ wird hier in 100 Minuten Film gegossen, so konzentriert, so konzis, so genau, so streng, so grausam und gewalttätig, obwohl nicht ein Gewaltakt zu sehen ist, dass man es schier nicht ertragen kann. ... Der Akt des Nichtsehens ist die Ouvertüre. Danach kann man nicht mehr wegsehen. ... ‘The Zone of Interest‘ ist ein Film, der erschüttert und fassungslos macht. Er ist perfekt.“ (Thomas Schultze, Blickpunkt: film, #22, 30. Mai 2023) „Jonathan Glazer hält es in seinem vierten Film mit Primo Levi, der überzeugt war, dass man dem Holocaust nicht direkt ins Gesicht blicken kann. Er nähert sich dem Zivilisationsbruch, indem er seinen Blick wagemutig auf den Alltag der Familie von Rudolf Höß konzentriert. Das Ausgesparte ist hier unentrinnbar.“ Gerhard Midding, epd film, März 2024 „‘Trifft mit der Wucht eines Hammers‘, urteilte die Times. Dem kann ich mich nur anschließen.“ Barbara Schuster, Blickpunkt: Film #01/02 vom 9. Januar 2024 „Wenige Filme haben den Kritikern in Cannes so die Sprache verschlagen wie diese Schreckensidylle vor den Toren von Auschwitz. Jonathan Glazer schockiert die Zuschauer mit der von Hannah Arendt konstatierten ‘Banalität des Bösen‘.“ Ulrich Höcherl, Blickpunkt: Film #01/02 vom 9. Januar 2024 Sandra Hüller wurde im Herbst 2023 beim Filmfest Hamburg mit dem Douglas-Sirk-Preis ausgezeichnet. Der Darstellerinnen-Preis in Cannes 2023 blieb ihr verwehrt, weil die Regularien des Festivals vorsehen, dass Mitwirkende des Gewinner-Films der „Goldenen Palme“ nicht mit weiteren Preisen ausgezeichnet werden können. Und Sandra Hüller war - außer in „The Zone of Interest“ - auch Hauptdarstellerin von „Anatomie eines Falls“, dem französischen Palmen-Sieger von Justine Triet. Mutter und Tochter: Imogen Kogge als Mutter, Sandra Hüller als Tochter - diese Kombination gab es bereits in dem Film, der Hüller bekannt machte: „Requiem“ (2006). Widerstandskämpfer und KZ-Kommandant: 2015 spielte Christian Friedel Georg Elser einen der ersten, der das Grauen der NS-Herrschaft klar für sich analysiert hatte, und versuchte, Hitler 1939 - kurz vor Ausbruch des Krieges - mit einer Bombe im Münchener Bürgerbräukeller zu töten („Elser - Er hätte die Welt verändert“, Regie: Oliver Hirschbiegel).

    Hinweis

    [Ton: Audiodeskription ]

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Rudolf Höß
    Hedwig Höß
    Claus Höß
    Hans Höß
    Ingebrigitt Höß
    Heidetraud Höß
    Annegret Höß (Baby)
    Aleksandra Bystroń- Kołodziejczyk
    Linna Hensel
    Regie:Jonathan Glazer
    Buch/Autor:Martin Amis
    Kamera:£ukasz Zal
    Musik:Mica Levi


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