Übersicht
Georg und Barbara, Nachbarskinder in einem Dorf der ehemaligen DDR, sind ein Liebespaar. Er ist 16, sie 12. Als Georg 18 wird, zeigt ihn Barbaras Vater an - wegen Verführung Minderjähriger. Endlich hat der Bauer einen Grund, dem verhassten Nachbarn eins auszuwischen. Und gegen alle Vernunft werden die jungen Liebenden vor Gericht gezerrt.
Themen
Details
Der 18-jährige Georg Kalisch (Hans-Peter Dahm) steht vor Gericht. Die Anklage: sexueller Missbrauch der 13-jährigen Barbara Behrend . Georg und Barbara sind in einer ländlichen Gegend als Nachbarskinder zweier miteinander verfeindeter Elternhäuser aufgewachsen. Schon sehr früh wird Barbara klar, sie liebt Georg mit aller Leidenschaft. Und trotz der Feindschaft der Eltern und wider besseres Wissen um die rechtlichen Bestimmungen erwidert Georg diese Liebe.Als die heimliche Beziehung entdeckt wird, erstatten Barbaras Eltern Strafanzeige. Führende Vertreter des Dorfes, in dem die Behrends und Kalischs als gleichermaßen anerkannte Mitbürger leben, bemühen sich um eine Aussöhnung der Familien. Sie misslingt. Das Gerichtsverfahren wird stattfinden.Alle im Dorf müssen nun Haltung beziehen: die Mitschüler, die Klassenlehrerin Frau Laube , der Barbara ganz vertraut, der Direktor der Schule, die Eltern, alle. Aber in erster Linie Barbara und Georg selbst. Wird ihre Liebe den unerhörten Belastungen standhalten? Ganz besonders kommt es auf Barbara an. Wird sie sich öffentlich zu Georg bekennen? Oder wird sie, in dem Glauben, ihm sei damit zu helfen, die Liebe verleugnen?
Hinweis
Diese sehr sensibel erzählte Liebesgeschichte mit starkem gesellschaftlichen Bezug entstand kurz vor der Wende 1989. Obwohl Helmut Dziuba das Drehbuch nach einer Erzählung von Helmut H. Schulz schon 1986 geschrieben hatte, wurde der Drehbeginn immer wieder verzögert. Dziuba, Jahrgang 1933, hat sich in seinen Filmen (u.a. „Jan auf der Zille“, „Sabine Kleist, sieben Jahre“) immer wieder mit Konflikten und Problemen junger Leute in der DDR befasst. Das trug ihm manche Schwierigkeiten mit der Zensur ein. So wurde sein 1984 entstandener Film „Erscheinen Pflicht“ ins Abseits gedrängt und kaum aufgeführt, weil er versuchte, die Wirklichkeit ungeschminkt darzustellen.Nach einer Erzählung von Helmut H. SchulzAudiodeskription
Personen
Schauspieler: Rolle | Barbara Behrend Georg Kalisch Frau Laube Frau Behrend Herr Behrend Frau Kalisch Herr Kalisch Der Schuldirektor Der Staatsanwalt Die Richterin Älterer Mann aus Dorf Jüngerer Mann aus Dorf Der Kriminalpolizist Barbaras Begleiterin beim Gynäkologen |
| Regie: | Helmut Dziuba |
| Drehbuch: | Helmut Dziuba |
| Kamera: | Helmut Bergmann |
| Musik: | Christian Steyer |