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Im Norden Kenias halten die Samburu eine besondere Tradition am Leben. Aus tiefen Brunnen schöpfen die Männer Wasser und geben es mit Eimern in einer Menschenkette weiter. Weil das Ritual mit Gesängen begleitet wird, heißen diese Wasserstellen auch „singende Brunnen“. So sichern sie das Überleben der Tierherden in dieser trockenen Region und bewahren ein jahrhundertealtes Know-how.
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Wasser wird zu einer der größten Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Die Dokumentationsreihe beleuchtet inspirierende Initiativen auf der ganzen Welt, in denen jahrhundertealte Traditionen, lokale Innovationen und gemeinschaftliches Engagement neue Wege für die Zukunft ebnen.
In einer trockenen Region im Norden Kenias überlebt das halbnomadische Hirtenvolk der Samburu seit Jahrhunderten dank einer kostbaren Wasserressource, die sich unter dem Flussbett ausgetrockneter Flüsse verbirgt. Um an das Wasser zu gelangen, graben die Männer tiefe Brunnen, aus denen sie Wasser für ihr Vieh schöpfen. Damit setzen sie eine uralte Tradition fort. Die Überlieferung besagt, dass ihre Gesänge das Wasser hochsteigen lassen und Tiere anlocken. Deshalb werden die Wasserlöcher auch „singende Brunnen“ genannt. Heute ist Josphat für die Brunnen seines Stammes verantwortlich. Er hat die Aufgabe, sie instand zu halten und die Gesänge zu leiten, mit denen die Männer das Ritual begleiten. Doch der Klimawandel stört das fragile Gleichgewicht. Es regnet immer seltener, einige der alten Brunnen versiegen und die Konkurrenz um den Zugang zu Wasser zwischen Bauern, Viehhaltern und Wildtieren verschärft sich. Angesichts dieser Gefahr haben sich Titus Letaapo, ehemaliger Samburu-Viehzüchter mit einer Leidenschaft für Satellitenbilder, und Lilian Baranga Nguaracha, die sich für die Verbreitung neuer Technologien in entlegenen Regionen engagiert, eine besondere Lösung einfallen lassen: die erste GPS-App für singende Brunnen.
Hinweis
Synchronfassung
Personen
| Regie: | Patricia de Mesquita |
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