Übersicht
Zwischen 1618 und 1748 brechen tausende deutschsprachige Menschen nach Nordamerika und Osteuropa auf. Sie flüchten vor Hungersnöten, Krankheiten und religiöser Verfolgung. London wird zur Zwischenstation: In einem Flüchtlingslager warten viele auf die Weiterreise in die Neue Welt. Europäische Herrscher:innen wetteifern um Siedler:innen und nutzen Migration als Waffe im Kampf um Territorien.
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Die große Auswanderung beginnt am Rhein. Während des Dreißigjährigen Krieges ist die Region zwischen den Konfessionen zerrissen. Zeitzeuge Augustin Güntzer schildert in einem handgeschriebenen Büchlein die Schrecken des Krieges und seine Flucht von Stadt zu Stadt. Hungersnöte, Krankheiten und religiöse Verfolgung treiben auch danach viele Menschen zur Flucht. Im Winter 1709 vernichtet extremer Frost die Ernten. Die württembergische Bauernfamilie Weiser flieht nach Nordamerika, strandet jedoch zunächst in einem Flüchtlingslager bei London. Das britische Parlament beschließt, die Geflüchteten in den Kolonien für die Krone arbeiten zu lassen. In Amerika lehnen sich die Weisers gegen die Knechtschaft auf und werden schließlich von den Mohawks aufgenommen. Später wetteifern Herrscher:innen wie die Habsburger oder Katharina II. um Siedler:innen. Schifffahrtsgesellschaften zahlen Anwerber:innen für Migrant:innen Kopfgeld. Auswander:innen werden zur politischen Waffe im Kampf um Territorien.
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