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Nach dem „Völkerfrühling“ wandern eine Million Deutsche in die USA aus. Ihre Ideale prägen die Gesellschaft, doch mit dem Ersten Weltkrieg geraten sie unter Generalverdacht. Brasilien bleibt deutschen Einwander:innen offen. Später entsteht dort die größte NSDAP-Landesgruppe außerhalb des Deutschen Reichs. Die Verbrechen des NS-Regimes zerstören das Verhältnis zu den Aufnahmeländern.
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1848 beginnt in Europa der „Völkerfrühling“. Die Revolution scheitert auch im deutschsprachigen Raum und löst eine neue Auswanderungswelle aus. Revolutionärin Mathilde Anneke flieht aus Rastatt und wird in den USA zu einer wichtigen Figur im Kampf gegen Sklaverei und für Frauenrechte. In Milwaukee gründet sie die erste feministische Zeitung des Landes. Mit dem Ersten Weltkrieg geraten die „Germans“ unter Generalverdacht. Die Regierung warnt vor Spionage, die deutsche Sprache verschwindet aus dem öffentlichen Leben. Anders in Brasilien: Der Theologe Friedrich Wilhelm Brepohl begeistert sich für „Volkstum“ und Pangermanismus. Den Nationalsozialismus feiert er und tritt der brasilianischen NSDAP bei - der größten außerhalb des Deutschen Reiches. Nach ihrem Verbot wird Brepohl verhaftet. Die Verbrechen des NS-Regimes zerstören das Verhältnis zu den Aufnahmeländern. Die Spuren der Einwanderinnen und Einwanderer geraten in Vergessenheit. Es waren Millionen - und sie haben die Welt geprägt.
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