Kampf um Rohstoffe

Kupfer, Seltene Erden und der Hunger der KI (Deutschland, 2026)

bis 16:15
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261101153000
VPS 15:30

Die Hafenanlage der Antamina-Mine in Puerto Huarmey. Hier kommt das Erz-Wasser-Gemisch über eine Pipeline an, wird dort gelagert, gefiltert, getrocknet und anschließend in große Frachtschiffe geladen.


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Bild 1

Die Hafenanlage der Antamina-Mine in Puerto Huarmey. Hier kommt das Erz-Wasser-Gemisch über eine Pipeline an, wird dort gelagert, gefiltert, getrocknet und anschließend in große Frachtschiffe geladen.


Bild 2

Aus dem Rohkupfer werden Platten gegossen - die Anoden. Rohkupfer hat zu diesem Zeitpunkt bereits einen Reinheitsgrad von rund 98 Prozent.


Bild 3

Während KI unseren Alltag prägt, wächst der globale Wettbewerb um die Rohstoffe, die sie erst möglich machen. Es geht um Macht, Abhängigkeiten und Europas digitale Zukunft. (Bild KI unterstützt)


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Estela Rojas (M.) lebt in Puerto Huarmey. Sie und ihre Familie leiden gesundheitlich unter der Schwermetallbelastung. Bei ihren Enkelkindern wurde eine Arsenbelastung über dem Grenzwert nachgewiesen.


Bild 5

Marcos León Mendoza ist Fischer aus Puerto Huarmey. Seit Generationen lebt seine Familie vom Fischfang. Doch die Bedingungen haben sich verändert. Die Fischbestände gehen zurück.


Bild 6

In Nordfinnland liegt die Kevitsa-Mine von Boliden bei Sodankylä. Es ist eine Kupfer-Nickel-Tagebaumine, in der 2025 rund 10,2 Millionen Tonnen Erz verarbeitet wurden.


Bild 7

Die Vacuumschmelze - kurz VAC in Hanau - zählt zu den letzten großen westlichen Herstellern von Hochleistungsmagneten auf Basis Seltener Erden.


Bild 8

Das schwedische Bergbauunternehmen Boliden baut seine Kapazitäten in der finnischen Kevitsa-Mine weiter aus. Es handelt sich um eine moderne, nachhaltige Mine.


Bild 9

Die Vacuumschmelze (VAC) ist ein globales Unternehmen mit Hauptsitz in Hanau, dessen Schwerpunkt auf der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von magnetischen Werkstoffen liegt.


Bild 10

Die Antamina-Mine in den peruanischen Anden ist eine der größten Kupfer- und Zinkminen der Welt und befindet sich auf über 4000 Höhenmetern.


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In einer Kupferschmelze wird Rohkupfer oder Kupferschrott gereinigt und zu reinem Kupfer verarbeitet. Der Prozess trennt das Metall von unerwünschten Begleitstoffen wie Eisen, Schwefel und Edelmetallen.

Themen

    Details

    Während KI unseren Alltag prägt, wächst der globale Wettbewerb um die Rohstoffe, die sie erst möglich machen. Es geht um Macht, Abhängigkeiten und Europas digitale Zukunft. Hinter jedem Prompt stecken Kabel, Chips und Rechenzentren. Doch ohne Kupfer und Seltene Erden funktioniert keine Stromtrasse, kein Rechenzentrum, keine künstliche Intelligenz. Woher kommen die Rohstoffe, die unsere digitale Zukunft antreiben? Europa braucht diese Rohstoffe dringender denn je - fördert aber kaum selbst und verarbeitet zu wenig. In Peru zeigt sich, wo der Kampf um Kupfer beginnt. In den Anden wird das Metall im großen Maßstab gefördert und anschließend auch nach Deutschland verschifft. Zwischen der Antamina-Mine und der Hafenstadt Puerto Huarmey leben die Menschen von und mit den Folgen des Bergbaus. Bewohnerinnen und Bewohner berichten von Auswirkungen auf Gesundheit, Trinkwasser, Luft und die Zukunft der Region. An der finnischen Kevitsa-Mine und in der Kupferhütte von Harjavalta zeigt sich, wie Förderung und Verarbeitung stärker in Europa verankert werden könnten. Moderne, umweltschonendere Verfahren und mehr Wertschöpfung vor Ort weisen dabei in eine mögliche Richtung, machen aber auch deutlich, wie groß die Herausforderungen bleiben. Finnland steht für den Versuch, Europas Position zu stärken. Bei den Seltenen Erden ist China unangefochtener Platzhirsch und entscheidet die Machtfrage zusätzlich durch das Knowhow um die hochkomplexe Verarbeitung. China dominiert diesen Bereich und verschafft sich damit großen Einfluss auf globale Lieferketten. Was unternimmt Europa gegen diese Abhängigkeiten? Diese Frage richtet die Dokumentation unter anderem an Hildegard Bentele, EU-Abgeordnete, die das EU-Rohstoffgesetz, den Critical Raw Materials Act , mit ins Leben gerufen hat. Am Ende bleibt eine Frage, auf die kein einfacher Prompt eine Antwort liefert: Kann Europa den Machtkampf um kritische Rohstoffe, die für künstliche Intelligenz notwendig sind, noch gewinnen?

    Hinweis

    Personen

    von:Samira Najafian


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