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Für seine Dokumentation hat der Tierfilmer Pierre Mann verschiedene Bärenarten aus aller Welt ein Jahr lang mit der Kamera begleitet: die Europäischen Braunbären, Grizzlybären, Eisbären in ihrem vom Klimawandel bedrohten Jagdgebiet, die Amerikanischen Schwarzbären und die äußerst seltenen Kermodebären, auch „Spirit Bears“ (Geisterbären) genannt.
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In den dichten Wäldern der Karpaten ist der Europäische Braunbär Teil eines komplexen, aber fragilen Ökosystems. Aus vielen anderen Regionen Europas ist das beeindruckende Raubtier bereits verschwunden, doch in den Karpaten findet sich der größte Bestand des Kontinents. Das Zusammenleben von Mensch und Bär hat sich hier recht harmonisch eingespielt.
Am Rande der Arktis muss der majestätische Eisbär miterleben, wie sein Jagdgebiet, das Packeis, zunehmend dem Klimawandel zum Opfer fällt. Während die Tiere auf die Rückkehr des Packeises warten, müssen sie mit ihren Energiereserven haushalten.
In Kamtschatka im äußersten Osten Sibiriens verlassen die Braunbären Anfang März den schützenden Bau. Die Weibchen werden von ihren Jungtieren begleitet, die im Dezember zur Welt gekommen sind. Hungrig warten sie auf die Ankunft der Lachse, die in den Flüssen stromaufwärts an ihre Laichorte zurückwandern, wo sie nach der Eiablage sterben.
Im Norden Kanadas spürt Pierre Mann nicht nur Amerikanische Schwarzbären auf, sondern auch den legendären, äußerst seltenen Kermodebär, der in seiner Heimat - dem gemäßigten Regenwald British Columbias - auch „Spirit Bear“ genannt wird. In der Mythologie der indianischen Ureinwohner dient das Tier als Vermittler zwischen der Welt der Lebenden und dem Jenseits.
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