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„La Bohème“ (1965), die Verfilmung von Puccinis gleichnamiger Oper, hält mehrere Rekorde: als erster im Studio gedrehter Opernfilm, als erster Musikfilm unter Leitung von Herbert von Karajan und als erste große Filmproduktion des jungen Regisseurs Franco Zeffirelli. Die Sternstunde lässt die filmische Pioniertat mit kritischem Blick Revue passieren.
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An vielen Opernhäusern weltweit gehören Produktionen von Franco Zeffirelli bis heute zum Repertoire. Seine Inszenierung von „La Bohème“, die 1963 auf die Bühne kam und 1965 auf Film aufgezeichnet wurde, ist zu einem solchen Klassiker geworden, dass die Wiener Staatsoper im Januar 2022 ihre 444. Aufführung gab. Für Zeffirelli, der sich schon zu seiner Homosexualität bekannte, war der Erfolg dieser Inszenierung ungeheuer wichtig, bedeutete er doch endlich auch in seinem Heimatland Italien die Anerkennung, die ihm in London und New York längst zuteilwurde.
Hört man seinen Namen, denkt man an Opern- und Filmkulissen von fast betäubender Opulenz. Spektakuläre Sets und erzählerische Lesbarkeit machen „La Bohème“ zeitlos und sprechen immer noch sowohl Musik- wie auch Filmliebhaber an. Zeffirellis Inszenierung dieser musikalischen wie filmischen Sternstunde fängt die zarte und melancholische Intimität der unglücklichen Liebesgeschichte im Pariser Künstlerleben des Fin de Siècle kongenial ein.
Die Dokumentation zeigt Ausschnitte der Filminszenierung und macht in kurzen dokumentarischen Passagen die Geschehnisse dahinter fühlbar. Dabei stehen die emotionale und künstlerische Bedeutung des Moments im Mittelpunkt. Zu den Interviewpartnern gehören viele Stars heutiger Aufführungen der Inszenierung Zeffirellis, der im Jahr 2023 100 Jahre alt geworden wäre. Die in jüngerer Vergangenheit gegen den Regisseur laut gewordenen Missbrauchsvorwürfe werden eingeordnet.
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