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Die einen erstrahlen längst in neuem Glanz, die anderen werden immer noch vor dem Verfall gerettet - die Burgen und Schlösser im Mühlviertel sind Ausdruck der Liebe der Menschen zu ihrem Land.
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Entlang des Burgen- und Schlösserwegs im Mühlviertel stehen Authentizität und Atmosphäre in der Nutzung der historischen Gemäuer an vorderster Stelle.
Wenn sich die Männer der Ritterschaft bei brütender Hitze zum Kampfe rüsten, ist wieder die Zeit angebrochen für das frühsommerliche Mittelalterspektakel auf Burg Clam. Das stilechte Zeltlager ist Bernold Mraulak und seiner Gefolgschaft in all den Jahren zur zweiten Heimat geworden. Der Burgherr Carl Philip Clam-Martinic beehrt die Ritterschaft wie jedes Jahr zum abendlichen Umtrunk. Clam-Martinic hatte das Glück, die 1149 erbaute Burg im Jahr 2003 in einem sehr guten Zustand von seinen Eltern zu übernehmen.
Von einer der am besten erhaltenen Burgen Österreichs führt die filmische Reise weiter zur Halbruine der Burg Reichenstein. Die im Jahr 1230 erstmals errichtete Anlage war seit der Mitte des 18. Jahrhunderts dem Verfall preisgegeben. In den 1980er-Jahren hat sich ein Verein formiert, der sich an die Sanierung und der Renovierung der Gemäuer machte. Heute befindet sich hier das Oberösterreichische Burgenmuseum, geleitet wird es von Edeltraud Jungwirth.
Auch auf der Ruine Prandegg hat sich ein Burgverein der Instandhaltung der immer noch imposanten Mauerreste verschrieben. Alljährlich im Sommer trifft sich hier ein beherztes Team von ehrenamtlichen Helfern, um das Mauerwerk aus dem 13. Jahrhundert zu sichern. Verköstigt werden die Arbeiter von Franz Leitner, der die Taverne am Fuße der Ruine betreibt.
Eine aufwendige Restaurierung durch das Land Oberösterreich ab 1986 hat dafür gesorgt, dass Schloss Weinberg in Kefermarkt heute prachtvoll in Szene gesetzt ist. Seit 1629 befindet sich das Schloss im Besitz der Familie von Carl-Friedrich Wentzel. Der deutsche Agrarunternehmer ist heilfroh, dass er das Schloss Ende der 1980er-Jahre an das Land Oberösterreich verpachten konnte. Schloss Weinberg ist heute ein Zentrum für Erwachsenenbildung. Hier lässt der Geschäftsführer Markus Ladendorfer seine Gäste stets auch in die Schlossgeschichte eintauchen.
Die historische Substanz von Freistadt - mit 8.000 Einwohnern ein urbanes Zentrum des Mühlviertels - ist so gut erhalten wie kaum sonst wo in Österreich. In ihrer Blütezeit als Handelsstadt im 14. und 15. Jahrhundert wurde vieles von dem geschaffen, was heute noch Bestand hat. Auch Schloss Freistadt wurde zwischen 1363 und 1397 unter Herzog Rudolf IV errichtet. Neben dem Finanzamt ist hier seit 1926 das Mühlviertler Schlossmuseum untergebracht. Die heutige Museumsleiterin Nicole Wegscheider wacht über 21.000 Exponate der Volkskultur, des Handwerks und der Stadtgeschichte.
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