rbb Gartenzeit

Ab in die Pilze

bis 19:00
Pflanzen
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Übersicht

Herbstzeit ist Pilzzeit. Durch die Wälder streifen, mit Korb und Messer bewaffnet immer tiefer hineinlaufen, mit scharfem Blick den Waldboden scannen. Und dann plötzlich: vor einer „Krausen Glucke“ stehen - für viele Menschen ist das jedes Jahr aufs Neue: ganz großes Kino.Das Spannende an dem Vergnügen: unter manchem Hut könnte der Tod lauern.

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    Details

    Herbstzeit ist Pilzzeit. Durch die Wälder streifen, mit Korb und Messer bewaffnet immer tiefer hineinlaufen, mit scharfem Blick den Waldboden scannen. Und dann plötzlich: vor einer „Krausen Glucke“ stehen - für viele Menschen ist das jedes Jahr aufs Neue: ganz großes Kino.Das Spannende an dem Vergnügen: unter manchem Hut könnte der Tod lauern. Und daher gehört die Welt der Pilze in erster Linie den Mutigen. Etwa 190 essbare stehen 150 giftigen Pilzarten gegenüber - zumindest in unseren Wäldern. 10 davon sind tödlich. Da macht es Sinn, sich auszukennen.Lange Zeit galt Pilze suchen als altmodisch - der moderne Mensch hatte es doch nicht nötig, durch die Wälder zu rennen und Nahrung zu suchen... Und heute? Back to the roots!Pilz-Coaches kommen mit der Nachfrage zu ihren Kursen kaum hinterher. Immer mehr lassen sich zu Sachverständigen ausbilden. Urbane Typen streifen durch die Wälder im Einzugsbereich Berlins. Fertigen Instagram-Stories aus ihren Funden. Spitzenköche verarbeiten Selbstgesuchtes. Raus in die Natur, Mini-Abenteuer erleben, zwischen Leben und Tod wandeln (ja, das ist dem Pilzesammeln immanent) Auf in die Pilze!„Ich erlebe lauter kleine Glücksmomente, wenn ich Pilze finde - das macht in der Summe glücklich!“, sagt Moritz Schmid, gelernter Werbefotograf, der bei jeder Gelegenheit durch die Wälder streift - auf der Suche nach Motiven für seine großformatigen Bilder. Er verkauft sie mittlerweile in alle Welt.Biologin Dr. Silvia Hutter ist fasziniert von der Symbiose zwischen den meisten Pilzarten und Bäumen. Sie sind untrennbar im Erdreich miteinander verwoben und profitieren voneinander, indem sie sich gegenseitig versorgen. „Mir gefällt die Idee vom Geben und Nehmen. Diese Prozesse unter der Erde sind längst nicht hinreichend erforscht, was für mich die Thematik so spannend macht“, erzählt die Österreicherin.Einige wenige Pilzarten lassen sich mit einfachen Mitteln züchten, sogar zu Hause oder im Garten, wie Stefan Gmeiner aus Werder beweist. Er hat den schattigen Teil seines Gartens zu einem Pilzgarten umgebaut und erntet erstaunliche Mengen leckerer Speisepilze.Manuel Gross aus dem uckermärkischen Petznick hat sich mit Pilzzucht eine Existenz aufgebaut. In einer Scheune betreibt er eine Edelpilzmanufaktur, in der rund um die Uhr verschiedene Sorten wie Austernseitling, Igelstachelbart und Shiitake anbaut. Die Ernte bringt er einmal wöchentlich zu seinen Kunden - Restaurants in Berlin.Der Film begleitet verschiedene Akteure durch Brandenburgs Wälder, schaut in geheimnisvolle Zuchtkammern und geht der Frage nach, was Menschen fasziniert, die sich ganz der Welt der Pilze verschreiben.

    Hinweis

    Personen

    von:Felix Krüger

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