Letzte Instanz - Urteile über Leben und Tod

Deutschland, 2026
bis 21:00
Geschichte
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260929201500
VPS 20:15

Hanns-Eberhard Schleyer, Sohn des 1977 entführten und ermordeten Arbeitgeberpräsidenten, schaut zurück auf die nervenzerreißenden Tage im Deutschen Herbst.


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Bild 1

Hanns-Eberhard Schleyer, Sohn des 1977 entführten und ermordeten Arbeitgeberpräsidenten, schaut zurück auf die nervenzerreißenden Tage im Deutschen Herbst.


Bild 2

Muss der Staat den Terroristen nachgeben, auch wenn er dadurch erpressbar wird? Die wohl dramatischste Verhandlungsnacht in der Geschichte des Bundesverfassungsgerichts: Binnen weniger Stunden muss im Oktober 1977 eine Entscheidung fallen. (Spielszene)


Bild 3

Andreas Voßkuhle war zehn Jahre lang (2010-2020) Präsident des Bundesverfassungsgerichts.


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Ex-Verfassungsrichterin Susanne Baer erinnert sich an das innere Ringen, das gerade ethische Rechtsfragen auslösen.


Bild 5

Karlsruhe hat das letzte Wort. Und manche Urteile haben gesellschaftliche Sprengkraft. Das Bundesverfassungsgericht prägt mit seinen Entscheidungen das Leben vieler Menschen.


Bild 6

Würde, Leben, Freiheit: ZDF-Rechtsexpertin Sarah Tacke blickt auf komplizierte Fragen, mit denen sich Karlsruhe in seiner 75-jährigen Geschichte auseinandersetzen musste: Wann darf ein entführtes Flugzeug abgeschossen werden? Wie weit muss der Schutz ungeborenen Lebens gehen?


Bild 7

Karlsruhe hat das letzte Wort. Und manche Urteile haben gesellschaftliche Sprengkraft. Das Bundesverfassungsgericht prägt mit seinen Entscheidungen das Leben vieler Menschen.


Bild 8

Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer in der Gewalt der RAF: Seine Familie will 1977 in Karlsruhe erreichen, dass die Bundesregierung verpflichtet wird, auf die Forderungen der Entführer einzugehen, um Schleyers Leben zu retten. (Spielszene)

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    Details

    In der 75-jährigen Geschichte des Bundesverfassungsgerichts musste Karlsruhe oft extreme Entscheidungen treffen - mit gesellschaftlicher Sprengkraft und massiven Konsequenzen. 1977: Arbeitgeberpräsident Schleyer ist Geisel der RAF; die Regierung will sich nicht erpressen lassen. Seine letzte Hoffnung: Karlsruhe. Die Richter sollen entscheiden: Muss sich der Staat auf einen Deal mit Terroristen einlassen, um Schleyer zu retten? Die Zeit drängt. Immer wieder steht das Bundesverfassungsgericht vor der Entscheidung: Leben schützen, ja! Aber um welchen Preis? Es klingt so einfach und klar: Die Menschenwürde ist unantastbar; Leben ist das höchste Gut. Aber was, wenn Leben gegen Leben steht oder gegen Selbstbestimmung und Freiheit? In Karlsruhe beginnt dann der Kampf der Argumente. Und für die Richterinnen und Richter auch ein innerer Kampf um ethische und moralische Grundsätze. Sie nämlich haben das letzte Wort. Der Film rekonstruiert den Eilantrag der Familie des Entführungsopfers Hanns Martin Schleyer, die Nachtverhandlung in Karlsruhe und das Ringen um die Verantwortung des Staates für jedes einzelne Leben seiner Bürger. Hanns-Eberhard Schleyer, der Sohn des Entführten, führt als Zeitzeuge zurück in einen historischen Ausnahmezustand: Das Hoffen und Bangen der Familie zu Hause und das juristische Duell mit der Bundesregierung vor Gericht unter dem Zeitdruck eines Ultimatums der Entführer. Und die Situation spitzt sich noch weiter zu: Während die Rote-Armee-Fraktion Schleyer gefangen hält, geraten auch Menschen an Bord der Lufthansa-Maschine „Landshut“ in die Gewalt von Terroristen. Es ist die wohl dramatischste Nacht in der Geschichte des Verfassungsgerichts. Mit Spielszenen, Archivmaterial und Stimmen von Zeitzeugen, den ehemaligen Verfassungsrichtern Susanne Baer und Andreas Voßkuhle sowie ZDF-Rechtsexpertin Sarah Tacke verdichtet der Film den spannungsgeladenen Entscheidungsprozess der Karlsruher Richter vor dem Hintergrund der nervenzerreißenden Entwicklungen im Terror-Herbst 1977. Die ZDF-Dokumentation von Peter Dörfler blickt zum 75. Geburtstag des Bundesverfassungsgerichts auf dessen einzigartige Rolle als Hüter des Grundgesetzes und letzte Instanz auch für Entscheidungen über Würde, Leben und Freiheit.

    Hinweis

    Personen

    von:Peter Dörfler

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