Babylon Prag

Ein Sturm zieht auf (Deutschland, 2025)

bis 21:40
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261008205500
VPS 00:00

Übersicht

Die Weltwirtschaftskrise heizt die latenten Konflikte zwischen der tschechischen Mehrheit, der deutschen und der jüdischen Minderheit weiter an. Mahnende Rufe progressiver Künstler, die Einheit aller Staatsbürger der Tschechoslowakei stets im Auge zu behalten, verhallen ungehört. Auch die Regierung vermag es nicht, die Bürger dieses Staates zu einen.

Themen

    Details

    Die Weltwirtschaftskrise nach dem Schwarzen Freitag 1929 gießt Öl in die schwelenden Konflikte zwischen den Deutschen und den Tschechen. Die Deutschen dominierten früher das öffentliche Leben und finden sich plötzlich auf dem zweiten Platz wieder. Tschechen und Slowaken sehen die Erste Tschechoslowakische Republik vor allem als ihre Republik. Keine Seite bemüht sich um Gemeinsamkeit. Man lebt nebeneinanderher. Die schwierige wirtschaftliche Lage trifft vor allem die sudetendeutschen Gebiete nahe der Grenze zum Deutschen Reich, die ihre Absatzmärkte verlieren. Mit der Machtergreifung Adolf Hitlers 1933 spitzt sich die komplizierte Lage noch weiter zu. Auf der tschechischen wie auf der deutschen Seite drängen sich nationalistische Kräfte immer stärker in den Vordergrund. Zudem kommen Exilanten aus dem Deutschen Reich in das nahegelegene Prag. Einige, wie die Brüder Thomas und Heinrich Mann, erhalten sogar die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft. Künstler wie Karel Capek und Max Brod und Journalistinnen wie Milena Jesenská bemühen sich um Vermittlung bemühen - doch die Menschen hören nicht auf sie. Hitler allerdings nutzt die Gunst der Stunde. Bei der Münchner Konferenz werden die Sudeten 1938 dem Deutschen Reich zugesprochen. Die Tschechen dort fliehen nach Prag. Als die Wehrmacht 1939 einmarschiert, endet die politische Eigenständigkeit der Zweiten Tschechoslowakischen Republik. Der Naziterror beginnt, der viele Literaten und bildende Künstler ins Exil treiben wird. Wer bleibt, dem drohen oft Verhaftung und Konzentrationslager.

    Hinweis

    Personen

    Regie:Petr Slavik


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