Babylon Prag

Die wilden 20er Jahre (Deutschland, 2025)

bis 20:55
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261008201500
VPS 00:00

Übersicht

In den 1920er Jahren zieht die Moldau-Metropole Prag mit New York, Paris und Berlin gleich: Nach der Gründung der ersten Tschechoslowakischen Republik 1918 blühen in der Hauptstadt Kunst und Kultur auf, das Nachtleben pulsiert. Doch unter der glitzernden Oberfläche dieses Aufbruchs in eine neue, moderne Zeit schwelen Konflikte, die auch zur Gewalt führen: Babylon Prag.

Themen

    Details

    Das Prag der 1920er und 1930er Jahre ist eine pulsierende europäische Metropole, die weit über die Grenzen der Tschechoslowakei hinaus strahlt und Menschen anzieht. Auf den ersten Blick scheint fast alles möglich in den zwei Jahrzehnten zwischen der Gründung der Ersten Tschechoslowakischen Republik 1918 und dem deutschen Einmarsch im März 1939: Die Stadt ist eine internationale Literatur-, Theater-, Jazz- und Tanz-Hochburg - mit Galerien und Theatern und mit einem pulsierenden Nachtleben in Bars und Varietés. Josephine Baker kommt in die Stadt, die mit New York, mit Paris und Berlin gleichzieht. Tschechische, deutsche und jüdische Künstlerinnen und Künstler machen aus der Moldau-Metropole ein „Babylon Prag“. Doch auf den zweiten Blick zeigt sich, dass die Kulturen dieser Stadt eher neben- als miteinander existierten, getrennt wie durch eine unsichtbare Mauer.Die Dokumentation „Babylon Prag“ taucht ein in die zweisprachige Welt der Prager Kultur jener beiden Jahrzehnte, in denen Prager Künstler Großes geleistet haben, allen voran Kafka mit seinen Romanen und Romanfragmenten. Dabei ist dieses erste Jahrzehnt der jungen Republik von latenten Konflikten zwischen Tschechen und Deutschen geprägt. Obwohl in der Minderzahl, hatten die Deutschen unter der Herrschaft der Habsburger großen Einfluss. Jetzt verweisen die Tschechen die ehemals dominierende Minderheit auf den zweiten Platz, was Unmut schürt. Und so kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen, deren innere Triebfeder der Nationalismus ist - das unselige Erbe des 19. Jahrhunderts.

    Hinweis

    Personen

    Regie:Petr Slavik


    TVinfo
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