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Mit Punkfrisur und schrillem Outfit mischte er 1989 die Klassikwelt auf: Nigel Kennedys Version von Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ wurde zum bestverkauften Klassikalbum aller Zeiten. Die Dokumentation bewertet die legendäre Aufnahme neu. Zu Wort kommen unter anderem der Stargeiger Maxim Vengerov, die Modeschöpferin Esther Perbandt und der Mandolinvirtuose Avi Avital.
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Die Haare abstehend, das Outfit ein wilder Mix aus Punk, Gothic und New Wave: Als Nigel Kennedy der Plattenfirma seine Vision eines neuen Klassikalbums vorstellte, waren alle skeptisch. Doch sein Manager John Stanley witterte die Chance: „Wenn Kennedy so sein darf, wie er ist, könnt ihr Millionen Platten verkaufen.“Die Dokumentation nimmt das Publikum mit ins Jahr 1989, als Kennedy und das English Chamber Orchestra mit ihrer Einspielung von Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ die Musikwelt aufmischen. Die Aufnahme schafft es mit über drei Millionen verkauften Platten ins Guinnessbuch der Rekorde.Kennedy erinnert sich: „Die Klassikwelt hat sich wie eine Zwangsjacke angefühlt. Ich musste etwas ändern, sonst wäre ich ausgestiegen.“ Er fand eine Interpretation, die in die Zeit passte. Mit seiner Spielweise und seinem Look brach er mit den Konventionen des klassischen Konzertbetriebs - und half damit vielen, ihre Berührungsängste mit klassischer Musik zu überwinden.In der wie ein Popkonzert gefilmten Konzertaufzeichnung von 1989 sitzt das Londoner Publikum in Jeans und Pulli dicht am Bühnenrand. Die Outfits der Orchestermusikerinnen und -musiker und die Bühnenbeleuchtung wechseln je nach Jahreszeit im Vivaldi-Programm. Kennedy bewegt sich auf der Bühne wie ein Rockmusiker: kein Gimmick, sondern Teil einer Interpretation, die neue Maßstäbe setzte.
Hinweis
Personen
| Regie: | Silvia Palmigiano, Isabel Hahn |