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Alles begann 2019 in einem Klassenzimmer auf Vanuatu. Jurastudierende fragten sich: Wer bezahlt die Klimakatastrophe? Sie schmiedeten einen Plan: den Klimawandel vor das höchste Gericht der Welt zu bringen. Sechs Jahre lang kämpften sie gegen Widerstände, um das Völkerrecht zu revolutionieren und die Industriestaaten finanziell haftbar zu machen.
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Was als kühne Idee in einem Seminarraum der University of the South Pacific im Jahr 2019 begann, entwickelte sich zu einer globalen Rechtsrevolution. Angesichts zerstörerischer Zyklone und steigender Meeresspiegel fassten Jurastudierende auf Vanuatu einen Entschluss: Sie wollen nicht länger auf unverbindliche politische Versprechen warten. Ihr Ziel ist der Internationale Gerichtshof in Den Haag.
Die Staaten, die hauptsächlich für den Klimawandel verantwortlich sind, sollen für die Schäden haftbar gemacht werden. Es geht um Entschädigungszahlungen in Billionenhöhe.
Der Dokumentarfilm „Der Billionen-Prozess“ erzählt die außergewöhnliche Geschichte dieses sechsjährigen Marathons. Mit unerschütterlicher Entschlossenheit mobilisierten die Studierenden eine weltweite Jugendbewegung. Ihr Ziel ist ein Rechtsgutachten, das die Pflichten der Staaten zum Klimaschutz völkerrechtlich klärt. Was als studentische Initiative begann, wuchs zu einem Zusammenschluss von mehr als 100 Nationen heran, die schließlich vor das höchste Gericht der Welt zogen.
Die Dokumentation zeigt den Kontrast zwischen den bedrohten Küstendörfern des Pazifiks und den prunkvollen Hallen des Friedenspalastes. Hier, Tausende Kilometer von zu Hause entfernt, treten die jungen Menschen schließlich vor das Weltgericht. Es ist ein historischer Wendepunkt: Zum ersten Mal wird die Klimakrise nicht als abstrakte Umweltfrage, sondern als Frage der Menschenrechte und der rechtlichen Haftung verhandelt. Die Industriestaaten wehren sich mit Händen und Füßen gegen mögliche finanzielle Ansprüche. Wer wird vor Gericht Recht bekommen?
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