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Wer will noch kämpfen? (Deutschland, 2026)

bis 20:15
Magazin
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • 20260919194000
VPS 00:00

Übersicht

Wer ist bereit, im Kriegsfall zu kämpfen? Russlands Angriffskrieg hat diese Frage zurück nach Europa gebracht. Die Ukraine verteidigt sich seit Jahren gegen die russischen Angriffe, doch nicht jeder ukrainische Mann ist bereit, dafür sein Leben zu riskieren. In Russland selbst deutet derweil vieles auf eine bevorstehende zweite Mobilisierungswelle hin.

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    Wer ist bereit, im Kriegsfall zu kämpfen? Die 18- bis 29-Jährigen, die es am meisten betrifft, sind am wenigsten überzeugt. Schulstreiks, Festivals und Social-Media-Kampagnen richten sich in Deutschland gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Trotzdem gibt es sie inzwischen wieder in zehn Nato-Ländern. Was bringt junge Menschen dazu, im Kriegsfall zu kämpfen? Oder eben nicht?In Russland deutet derweil vieles auf eine bevorstehende zweite Mobilisierungswelle hin. In der Stadt Pensa wurden kürzlich ganze Stadtviertel abgeriegelt. Jedes Fahrzeug wurde angehalten, Papiere kontrolliert. Ausnahmslos. Männer, die keine gültigen Dokumente vorweisen konnten, sollten noch am selben Tag einen Vertrag beim Militär unterschreiben.Auch in der Ukraine ziehen sich Männer aus dem öffentlichen Leben zurück, meiden belebte Orte, U-Bahnstationen und Märkte, aus Angst vor der Zwangsmobilisierung. Ein Leben im Ausweichzustand: nicht geflohen, nicht eingezogen, nicht wirklich frei.Der Rapper HeXer aus Leipzig schuf mit seinem Song „Gewinner“ den viralen Hit, der sich kritisch mit der möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht auseinandersetzt. Sanata Doumbia-Milkereit widerspricht: Die Bundeswehr-Reservistin und Psychologin hält die Debatte für zu eng auf ein altes Pflichtmodell verkürzt. Es gehe längst nicht mehr um Zwang oder Freiwilligkeit allein, sondern um neue Formen von Verantwortung.

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