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Wir befinden uns im größten Massenaussterben seit dem Ende der Dinosaurier. Damals lag es an einem Asteroiden - heute haben wir das Dilemma selbst verursacht. Können wir das Massensterben auch selbst wieder in den Griff bekommen? Eine Gruppe renommierter Wissenschaftler will das mit neuen Naturschutzzonen versuchen - kann das klappen?
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Bis zum Jahr 2030 sollen weltweit 30 Prozent der Landmasse und 30 Prozent der Meere unter Naturschutz gestellt werden - dazu haben sich fast alle Staaten der Welt gesetzlich verpflichtet. Der Ökologe und Politikberater Axel Paulsch ist überzeugt, dass wir dieses Ziel auch erreichen können.
Allerdings sehen viele Naturschutzgebiete nur auf der Landkarte toll aus: geschützte Wüstenlandschaften sind aber kein Ersatz für abgeholzten Regenwald. Die sinnvollsten Schutzgebiete liegen dort, wo die Vielfalt besonders hoch ist, sagt der Biologe Elie Gaget vom Institut Tour du Valat in der Camargue.
Dass es nicht immer leicht ist die zu schützen, zeigt das Beispiel des Weddellmeeres in der Antarktis. Forschende des Alfred-Wegener-Institutes reichen jedes Jahr einen neuen Schutzantrag dafür ein. Trotz überzeugender wissenschaftlicher Argumente wird dieser Jahr um Jahr abgelehnt - aus politischen Gründen.
Wie also soll die Artenrettung mit Schutzgebieten gelingen, wenn ständig Einzelinteressen und politische Befindlichkeiten mitbedacht werden müssen? Und selbst wenn wir es schaffen, sinnvolle Schutzgebiete auszuweisen: Wer überwacht sie? Und wie werten wir aus, ob sie schützen, was sie schützen sollen? Können Naturschutzgebiete wirklich einen sinnvollen Beitrag leisten, um das Artensterben aufzuhalten?
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