Der Südwesten von oben

Gotteshäuser (Deutschland, 2014)
Folge 1   Staffel: 4

bis 12:50
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • HDTV
  • 20260823120000
VPS 00:00

Themen

    Details

    Das Gotteshaus war eines der ersten Zeugnisse einer Gemeinschaft. Je höher, desto näher an Gott. Hundertjährige Traditionen im Lichte unserer Zeit, aus einem spannenden Blickwinkel gesehen - aus der Vogelperspektive. Sobald Menschen an einem Ort siedelten, war das Gotteshaus eines der ersten Zeugnisse ihrer Gemeinschaft. Je höher, desto näher an Gott. So wuchsen die Kirchen in die Höhe. Diese Folge der Reihe „Der Südwesten von oben“ widmet sich einem Thema, das so wichtig ist, dass es sogar Verfassungsrang genießt: dem persönlichen Glauben. Im Ulmer Münster fanden im Mittelalter über 20.000 Gläubige Platz, erbaut wurde es mit Spenden der Bürger - zu Ehren Gottes, aber wohl auch zu ihrer eigenen. Pfaffengasse hieß einst die linke Rheinseite, wo Dom auf Dom vom Reichtum der Bistümer kündete - und von der Macht der Institution Kirche. Der Film untersucht, wie lebendig die christlichen Gemeinden heute sind. In Pforzheim wird evangelisch getauft, in Deidesheim katholisch geheiratet. Die Trauung vollzieht Pfarrer Braun (der „echte“) und die Kamera ist nah an der Braut, einer von 90.000, die jährlich in Weiß in Deutschland heiraten. Bei rund 400.000 Hochzeiten insgesamt ist das für die Kirche kein schlechter Schnitt. Gläubigkeit drückt sich heute aber weniger im Kirchgang oder kirchlicher Prachtentfaltung aus als vielmehr in gesellschaftlichem Engagement. In Jugenheim engagiert sich die Kirchengemeinde für Flüchtlinge, in Mainz entlockt ein Domkapellmeister seinem Knabenchor glockenklare Töne, in Freiburg klettert eine Steinmetzin am Seil gesichert bis zur Turmspitze, um Schäden an Freiburgs Münster auszubessern. Der Film betrachtet keineswegs nur die Bauten der christlichen Religion; er widmet sich auch den jüdischen und muslimischen Gebetshäusern, zum Beispiel der neuen Synagoge in Saarbrücken oder der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim. Religion ist Ausdruck von Toleranz, manchmal auch Zündstoff für Konflikte. So gewinnt vor allem der Islam an Bedeutung, rund sechs Prozent der Bevölkerung des Südwestens sind muslimisch, allein 650.000 in Baden-Württemberg.

    Hinweis

    Die Menschen im Südwesten pflegen einen weltoffenen und zugleich der Tradition zugewandten Lebensstil. Sie bewohnen eine der landschaftlich, klimatisch und kulturell attraktivsten Regionen Deutschlands. Die Menschen im Südwesten pflegen einen weltoffenen und zugleich der Tradition zugewandten Lebensstil. Von der Saar über den Rhein und Bodensee bis zum Schwarzwald bewohnen sie eine der landschaftlich, klimatisch und kulturell attraktivsten Regionen Deutschlands: Naturschätze wie die Vulkanseen der Eifel, fruchtbares Land wie der sonnige Kaiserstuhl oder der ausgedehnte Pfälzer Wald, vielfältige Einflüsse von Römern bis zur modernen Industrie führten zu Wohlstand und einer bunten Vielfalt an Handwerk und Kultur. Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland beherbergen ganz eigene Charaktere und die unterschiedlichsten Mentalitäten. Was sie jedoch alle verbindet, ist der Sinn für das Gewachsene, eine ausgeprägte Genusskultur und eine kritische Aufgeschlossenheit für Fragen der Zukunft. Diesem Lebensgefühl spüren die Filmemacher Reinhild Dettmer-Finke und Sebastian Lindemann in der dreiteiligen Serie DER SÜDWESTEN VON OBEN nach. Dafür sind sie einen Sommer lang über Bergkämme, malerische Altstädte, Schloss- und Burgzinnen geflogen - um mit der Helikopter-Kamera die Großregion in faszinierenden Luftbildern neu zu entdecken.[Bild: 16:9 ]

    Personen

    Regie:Peter Bardehle, Ulrike Peichert


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