Mein Körper - Meine Muskeln

bis 23:35
Dokumentation
  • Stereo
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260826225000
VPS 00:00

Themen

    Details

    Muskeln können viel mehr, als nur den Körper in Bewegung setzen. Sie sind Kraftwerke, schütten Botenstoffe aus und beeinflussen so wesentlich die Gesundheit. Die Muskulatur ist damit das größte Organsystem des menschlichen Körpers und macht etwa 30 bis 40 Prozent des Gewichts aus. Es gibt die glatte und die quergestreifte Muskulatur. Die glatte Muskulatur bewegt sich unwillkürlich, das heißt ohne bewusste Steuerung. Zum Beispiel steuert ein Muskel das Öffnen und Schließen des Augenlids, ohne dass man darüber nachdenkt oder es verhindern kann. Zur quergestreiften Muskulatur gehören die Herzmuskulatur und die Skelettmuskulatur, die es erst möglich machen, den Körper bewusst zu bewegen. Dazu gehören mehr als 600 Muskeln. Sie geben die Kraft und Leistungsfähigkeit für ein aktives Leben. Muskeln arbeiten außerdem ähnlich wie ein endokrines Organ und schütten bei Aktivierung Botenstoffe aus, die Myokine, die die zentralen Organe wie Gehirn, Leber, Herz und Darm direkt beeinflussen. Werden Muskeln abgebaut, können diese Organe erkranken oder Stoffwechselfunktionen wie beispielsweise Diabetes entstehen. Fitte Muskeln können dagegen das Risiko für Erkrankungen des Gehirns wie Demenz oder Alzheimer verringern und Alterungsprozesse verlangsamen. Wilhelm Bloch von der Sporthochschule Köln sieht in der Muskulatur eine Art körpereigene Apotheke. Er erforscht seit Jahrzehnten die Myokine, die eine aktive Muskulatur aussendet. In einem Projekt hat er herausgefunden, dass Myokine das Wachstum, die Teilung und die Bewegung von Krebszellen beeinflussen. Alice Kindich leidet an metastasiertem Brustkrebs. Sie hat an einer Begleitstudie von Bloch teilgenommen und neun Monate lang im Kraftraum Gewichte gestemmt. Seitdem hat sich ihre Lebensqualität deutlich verbessert. Laut Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln ist es nie zu spät, mit dem Krafttraining zu beginnen. Im Gegenteil: Vor allem im Alter ist das Muskeltraining besonders wichtig, um Sarkopenie, also dem degenerativen altersbedingten Abbau der Skelettmuskulatur vorzubeugen. Davon ist Leonie Poppe (33) zwar noch weit entfernt, trotzdem will sie den Wiedereinstieg ins Krafttraining schaffen. In der Dokumentation wird gezeigt, welche Fortschritte sie innerhalb von sechs Wochen macht und was sich bei ihr auf körperlicher und auch psychischer Ebene verändert. Ein Wiedereinstieg in den Sport ist nach längerer Pause nicht einfach. Das weiß auch Profi-Weitspringerin Maryse Luzolo, die sich für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio qualifizieren wollte. Vor einigen Jahren hatte sie einen Trainingsunfall, konnte lange nicht trainieren und musste ihre Muskulatur für den Leistungssport wieder von Null aufbauen.

    Hinweis


    1 weiterer Sendetermin



    TVinfo
    X