In "Iphigenie auf Tauris" wird das einstige Opfer (Corinne Winters, vorne re.) selbst zur Vollstreckerin - Komponist Christoph Willibald Glucks Oper thematisiert den überaus aktuellen Kreislauf von Tod und Gewalt.
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In "Iphigenie auf Tauris" wird das einstige Opfer (Corinne Winters, vorne re.) selbst zur Vollstreckerin - Komponist Christoph Willibald Glucks Oper thematisiert den überaus aktuellen Kreislauf von Tod und Gewalt.

Unter der musikalischen Leitung von Emmanuelle Haïm vereint und aktualisiert der Theaterregisseur Dmitri Tcherniakov die beiden Opern "Iphigenie in Aulis" und "Iphigenie auf Tauris" von Christoph Willibald Gluck.

In "Iphigenie in Aulis" hat der visionäre deutsche Komponist Christoph Willibald Gluck die allmähliche Entmenschlichung der Protagonistin (Corinne Winters, Mi.) vertont.

Damit die Fahrt nach Troja fortgesetzt werden kann, verlangt das Orakel der Jagdgöttin Diana, dass König Agamemnon seine Tochter Iphigenie (Corinne Winter, Mi.) opfert.

In einem schrecklichen Alptraum sieht Iphigenie (Corinne Winters), wie ihre Mutter Klytämnestra ihren Vater Agamemnon ermordet und sie selbst ihren Bruder Orest ersticht.
Übersicht
Dmitri Tcherniakov inszeniert in Aix-en-Provence gleich zweimal Iphigenie in den beiden Opern von Christoph Willibald Gluck und das an einem einzigen Abend. Corinne Winters singt beide mal die Titelrolle. Als Iphigenie in Auris entgeht sie dem Opfertod und wird zur Priesterin Dianas, in Iphigenie auf Tauris soll sie den gestrandeten Orest opfern und erkennt ihn als ihren Bruder.
Themen
Details
Christoph Willibald Gluck, der große Erneuerer der Barockoper, machte Iphigenie, die Tochter des König Agamemnon, die geopfert werden sollte und schließlich Dianas Priesterin wird, gleich zweimal zur Hauptprotagonistin einer Oper. „Iphigenie in Aulis“ wurde 1774 an der Pariser Oper uraufgeführt. Seine Schülerin und Mäzenin Marie-Antoinette hatte wenige Jahre zuvor den zukünftigen König Ludwig XVI. geheiratet und „ihren“ Komponisten nach Paris geholt. Fünf Jahre nach „Iphigenie in Aulis“ nahm sich Gluck des Stoffes noch einmal an, und 1779 hob sich in Paris der Vorhang über „Iphigenie auf Tauris“. In Aix-en-Provence setzt Dmitri Tcherniakov beide Opern an einem einzigen Abend auf dem Spielplan. Corinne Winters singt beide Male die Iphigenie. Ihr zur Seite stehen Russell Braun als ihr Vater Agamemnon, Véronique Gens in der Rolle der Clytemnestra, Alasdair Kent als Achilles und Florian Sempey als Oreste. Im Orchestergraben, das Ensemble Le Concert d‘Astrée unter der Leitung seiner Gründerin und Chefdirigentin Emmanuelle Haïm.
Hinweis
Ausstattung: Dimitri Tcherniakov
Bauten: Dimitri Tcherniakov
Licht: Gleb Filshtinsky
Personen
| Regie: | Andy Sommer |
| Kostüme: | Elena Zaytseva |
| Inszenierung: | Dmitri Tcherniakov |
| Dirigent: | Emmanuelle Haïm |
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