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Traumhafte Landschaften und spektakuläre Zeugnisse großer Kulturgeschichte, laut „National Geographic“ zählt Apulien im „Stiefel“ Italiens zu den schönsten Regionen der Welt. Der südlichste Zipfel des Landes zwischen der Adria und dem Ionischen Meer verströmt eine Mischung aus Ursprünglichkeit, Kultur und Lebensart. Bis heute sind die Menschen hier mit den Traditionen ihres Landes tief verwurzelt.
Ganz dicht an der Grenze zu Apulien liegt Matera. Die Altstadt mit ihren Höhlen gehört zum UNESCO-Welterbe. In einer der Höhlen betreibt Chefkoch Carlo Pozzuoli ein Restaurant. Er ist der Mann für typische Spezialitäten seiner Heimatstadt und muss ein offizielles Gericht kochen, das Matera als Europäische Kulturhauptstadt 2019 repräsentiert.
Im Valle d‘Itria lebt Angelo Pentassuglia. Der 34-Jährige ist Trullaro in der fünften Generation. Er ist einer der wenigen Fachmänner, die noch die speziellen Dächer eines Trullos, die typischen Rundhäuser in der Region, fertigen können. Rund 1.000 dieser Zipfelmützenhäuser stehen in Alberobello.
In Grottaglie wird seit dem 16. Jahrhundert Keramik hergestellt. Hier entstehen Pumos: getöpferte Knospen, die Glück bringen sollen, so der verbreitete Glaube in Apulien. Seit drei Generationen ist Familie Fasano im Keramikgeschäft tätig. Enza Fasano ist Meisterin der Pumos. Jeder ist handgefertigt und ein Unikat.
In Putignano wird seit 1394 Karneval gefeiert. Er startet schon im Dezember eines jeden Jahres und ist der am längsten dauernde in Italien. Deni Bianco ist Pappmaschee-Meister und hat schon Bühnenbilder für den Papst und für den 60. Geburtstag der Sängerin Madonna entworfen. Aber sein Herz gehört den Karnevalswagen. Monatelang bastelt er daran, um beim großen Wettbewerb einen Platz auf dem Siegertreppchen zu ergattern.
Ganz im Süden, auf der Halbinsel Salento, lebt Stella Temperanza. Sie ist Tänzerin und bereitet sich auf den Pizzica-Tanz vor. Der Tanz sollte therapeutische Wirkung haben, so glaubte man hier. Wurde jemand bei der Feldarbeit von einer Tarantel gestochen, so sollte er tanzen, bis das Gift aus seinem Körper verschwunden wäre. Heutzutage soll er einfach nur das Publikum begeistern.
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| Redaktion: | Klaus Kunde-Neimöth |
| von: | Elisabeth Neumann |