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Seit seiner Gründung 1978 gilt das Männerensemble Chanticleer als Inbegriff eines reinen, bis in die feinsten Nuancen austarierten Ensembleklangs. Bei der Großen Nürnberger Musiknacht von BR Klassik und Musikfest ION am 19. Juni 2026 präsentierte Chanticleer ein weit gefächertes Programm von der Renaissance bis zu Folk Songs und Spirituals.
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In den „Canterbury Tales“ von Geoffrey Chaucer, geschrieben im 14. Jahrhundert, gibt es einen rein und klar singenden Hahn namens Chanticleer. Nach ihm benannte sich 1978 ein junges Vokalensemble in San Francisco - und tatsächlich, sein Ideal ist der reine, bis in die feinsten Nuancen austarierte Ensembleklang. Zwölf Sänger - Countertenöre, Tenöre, Baritone und Bässe - lassen ihre Stimmen zu einem homogenen, schwebenden Klangkörper verschmelzen.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich diese Kunst in der Musik des Mittelalters und der Renaissance: Werke von Guillaume de Machaut, Orlando di Lasso oder William Byrd interpretiert Chanticleer mit unglaublicher Transparenz und Farbreichtum in den Stimmen. Dieses Kernrepertoire erweiterte das Ensemble bei seinem Auftritt im Rahmen der Großen Nürnberger Musiknacht von BR Klassik und Musikfest ION am 19. Juni 2026 in der Nürnberger Egidienkirche durch traditionelle Folk Songs, Spirituals oder atemberaubende Stimmexperimente wie in dem Lied „Hee-oo-oom-ha“.
Mit der Großen Nürnberger Musiknacht, mit Musikgenuss bei Sommernachtsflair startete das Musikfest ION - Europas internationales Festival für Geistliche Musik - in seine Jubiläums-Ausgabe. Vor 75 Jahren gegründet als Internationale Orgelwoche Nürnberg in den damals nur notdürftig von Kriegsschäden reparierten Kirchen, sollte das Festival ein Zeichen der Versöhnung aussenden sechs Jahre nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs.
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