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Staunen kann der Anfang von Wissen sein, von Glauben - ein neuer Blick auf die Welt. Heute aber gibt es per Klick Antworten auf alles. Geht so das Staunen verloren? Haben wir es verlernt?Harald Lesch und Thomas Schwartz diskutieren, wie das Staunen Wissenschaft und Religion prägt. Was ist der Ursprung von allem? Wie können Menschen Kunstwerke schaffen, Ideen oder Theorien entwickeln? Wie entstehen eine Blüte, ein Kristall oder ein Stern?Aus wissenschaftlicher Sicht kann Staunen unsere Wahrnehmung verändern. Es macht neugierig, lenkt den Blick über das Gewohnte hinaus und kann dazu führen, dass Menschen sich stärker als Teil einer Gemeinschaft erleben. Auch in der Religion spielt Staunen eine wichtige Rolle: als Ehrfurcht vor dem Leben, vor der Schöpfung und vor dem, was sich nicht vollständig erklären oder kontrollieren lässt.In der Bayerischen Staatsbibliothek in München, einer der bedeutendsten Forschungsbibliotheken weltweit, beschäftigen sich Lesch und Schwartz mit den vielen Facetten des Staunens und mit der Frage, wie wir Staunen wieder lernen können. In ihrem Gespräch verbinden sie philosophische Gedanken mit aktueller Forschung, biblische Perspektiven mit Alltagsbeobachtungen und zeigen, warum Staunen eine wichtige menschliche Fähigkeit bleibt.Harald Lesch, Astrophysiker, Naturphilosoph, Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator, moderiert die ZDF-Wissenschaftsreihe „Leschs Kosmos“, die „Terra X“-Reihe „Faszination Universum“ sowie den YouTube-Kanal Terra X Lesch & Co. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Bundesverdienstkreuz.Thomas Schwartz, katholischer Priester, Theologe, Honorarprofessor, Autor, Verleger und Fernsehmoderator, ist Hauptgeschäftsführer des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis und hat zusammen mit Harald Lesch mehrere Bücher veröffentlicht.
Hinweis
Personen
| von: | Stefan Schneider, Nina Koshofer |