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Vor 100 Jahren lebten in Indien rund 40.000 Tiger. Heute sind es nach Experten-Schätzung nur noch 4000. Die meisten Tiere findet man in den „Sundarbans“, einem riesigen Mangrovenwald im Grenzgebiet zwischen Indien und Bangladesch. Dort greifen die Großkatzen auch am häufigsten Menschen an. Königstiger können 300 Kilo schwer und 3 ½ Meter lang werden, trotzdem wagen sich die Tiere fast nie bis in menschliche Siedlungen vor. Sie greifen in der Regel nur Personen an, die ihre Dörfer verlassen, doch dann endet das Zusammentreffen mit den Raubkatzen meist tödlich. Tierforscher Dave Salmoni untersucht vor Ort, warum sich einige Exemplare im Lauf der Jahre zu wahren „Menschenfressern“ entwickelt haben.
Hinweis
Manche Berichte von Wildtier-Attacken lesen sich wie Schauermärchen: Elefanten, die in Indien ganze Dörfer verwüsten, Tiger, die im Schutz der Dunkelheit auf Menschenjagd gehen oder Flusspferde, die in Afrika Angst und Schrecken verbreiten. Was veranlasst Tiere zu solchen Angriffen? Trägt der Mensch am Ende selbst die Verantwortung dafür? Zoologe und Wildtier-Experte Dave Salmoni startet in dieser Dokumentation eine Expedition zu Brennpunkten, an denen Mensch und Tier aneinander geraten. Vor Ort erforscht er die Hintergründe, die zu solchen Attacken führen können.
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