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Clara, Hans und ihre Tochter Jeanne wirken wie eine normale Familie, die in einem kleinen Appartement in Portugal am Meer wohnt. Doch Jeannes Eltern haben ein Geheimnis; sie sind ehemalige Terroristen, die seit 15 Jahren im Untergrund leben und immer wieder den Wohnort wechseln. Alles läuft wie gewohnt, bis Jeanne sich verliebt ... - Politisches Drama von Christian Petzold.
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Details
Auf den ersten Blick eine ganz gewöhnliche Kleinfamilie: Clara, Hans und ihre 15-jährige Tochter Jeanne. In einem portugiesischen Badeort bewohnen sie ein kleines Appartement am Meer. Doch die Familie meidet jeden Kontakt zu anderen Menschen. Der Grund: Hans und Clara befinden sich als ehemalige Terroristen auf der Flucht. Seit 15 Jahren leben sie im Untergrund, wechseln ständig Identität und Wohnort. Ihr Leben erlaubt es nicht, dass sie Freundschaften schließen, denn die Polizei hat die Fahndung nach ihnen nie eingestellt.
Auch Jeanne unterwirft sich mit eiserner Disziplin diesem Leben aus Lügen und Geheimniskrämerei. Während andere Mädchen ihres Alters Partys feiern, mit Jungen knutschen oder mit der Clique shoppen gehen, verbringt sie ihre Pubertät in sozialer Isolation. Bis sie sich in Portugal in den jungen Surftouristen Heinrich verliebt. Auf einmal spürt sie, wie sehr sie ihre eigenen Bedürfnisse den Zwängen der Eltern unterworfen hat. Sie beginnt, gegen die strikten Regeln aufzubegehren, trifft sich heimlich mit Heinrich und spielt mit dem Gedanken, ihre Eltern zu verlassen.
Der Gedanke an diese Möglichkeit bringt das heranwachsende Mädchen in einen schweren Gewissens- und Loyalitätskonflikt, waren ihre Eltern doch 15 Jahre lang ihre einzigen Bezugspersonen. Für Hans und Clara wird der Boden in Europa derweil immer heißer, die Polizei hat ihre Spur aufgenommen. Fieberhaft bereiten sie ihre Flucht nach Südamerika vor. Ein letzter Banküberfall soll die Reise finanzieren. Doch die Situation gerät außer Kontrolle.
Hinweis
„Die innere Sicherheit“ wurde unter anderem 2001 mit dem Deutschen Filmpreis in Gold und dem Hessischen Filmpreis sowie 2002 mit dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet. Regisseur Christian Petzold verarbeitete ein Stück deutsche Vergangenheit zu einem raffinierten Drama. Petzold erhielt neben zahlreichen weiteren wichtigen Preisen auf der Berlinale 2012 den Silbernen Bären für die beste Regie mit „Barbara“ und 2023 den Großen Preis der Jury mit „Roter Himmel“. Auf „Barbara“ folgte 2014 „Phoenix“, wieder mit einer für Nina Hoss geschriebenen Hauptrolle.Produktion: Schramm Film
Personen
Schauspieler: Rolle | Jeanne Clara Hans Heinrich Achim Paulina Klaus |
| Regie: | Christian Petzold |
| Drehbuch: | Harun Farocki, Christian Petzold |
| Kamera: | Hans Fromm |
| Musik: | Stefan Will |
| Redaktion: | Andreas Schreitmüller |