Helmut Berger

Mein Leben (Deutschland, 2005)

bis 03:30
Künstlerporträt
  • Stereo
  • 20260826024500
VPS 00:00

Übersicht

In den 1960er und 1970er Jahren galt Helmut Berger (1944-2023) als „schönster Mann der Welt“. Der österreichische Schauspieler war gefragter Charakterdarsteller und Weltstar. Für diesen Film reiste der Schauspieler 2005 noch einmal an wichtige Orte seines Lebens und seiner Karriere. Er blickt zurück auf ein Leben voller Erfolge, aber auch Krisen und Niederlagen.

Themen

    Details

    Der Skandal-Schauspieler Helmut Berger reist in „Mein Leben“ noch einmal an wichtige Orte seiner Vergangenheit und seiner Karriere. Der Österreicher war ein gefragter Mann, einer, der Frauen wie Männer in seinen Bann zog. Ebenso berühmt-berüchtigt waren aber auch Bergers unzählige Skandale und sein Hang zum Exzess: Seine ungenierte Art und sein ausgiebiger Drogen- und Alkoholkonsum versorgten die Boulevardpresse viele Jahre mit Schlagzeilen. „Mein Leben“ zeigt Helmut Berger mit 61 Jahren in Salzburg und begleitet ihn auf der Reise zu wichtigen Orten seines Lebens. Berger, der viele Jahre mit Regisseur Luchino Visconti liiert war, erinnert sich in der Dokumentation an ein bewegtes Leben, an Erfolge und Misserfolge. Auf der Mittelmeerinsel Ischia besucht er nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder die frühere Villa Luchino Viscontis. Hier lässt Berger die Jahre aufleben, die er dort mit der Liebe seines Lebens verbrachte, der Regielegende Visconti. 1964 wurde Berger von dem Filmregisseur auf der Straße entdeckt. Wenig später wurden die beiden auch privat ein Paar. Der 38 Jahre ältere Visconti gab dem noch unbekannten Berger 1969 die Hauptrolle in seinem Film „Die Verdammten“. Über Nacht wurde Berger zum Weltstar. Visconti, der aus einer reichen Adelsfamilie stammte, ermöglichte Helmut Berger den Zutritt zu einer Gesellschaftsschicht, zu der er vorher keinen Kontakt hatte. In den beiden Villen Viscontis in Rom und auf Ischia geben sich Intellektuelle und Künstler die Klinke in die Hand. Berger genießt das Leben in vollen Zügen und baut sich darüber hinaus einen eigenen Freundeskreis auf. Er wird Teil des internationalen Jet-Sets. 1972 spielt Berger unter der Regie Viscontis in „Ludwig II“ den schizophrenen, homosexuellen Bayernkönig. Nach Abschluss der sechsmonatigen Dreharbeiten wird Berger in eine Nervenklinik eingeliefert - seine Identifikation mit der Rolle ging so weit, dass er schließlich selbst glaubte, der Bayernkönig zu sein. Als Luchino Visconti 1976 stirbt, scheint auch Helmut Berger am Ende. Die gemeinsamen Freunde melden sich nicht mehr. Zum Verlust seines Lebensgefährten kommt der Verlust des gemeinsamen gesellschaftlichen Lebens. Es folgen Probleme mit Drogen und Alkohol, von denen er sich nur langsam erholt. In den 1980er Jahren macht Berger mit einer Rolle in der amerikanischen Erfolgsserie „Der Denver-Clan“ international noch einmal von sich reden. Doch schon nach einigen Folgen kommt es zum Zerwürfnis mit der Produktion. Seitdem drehte Berger, der den Ruf hatte, Dreharbeiten durch seine Exzesse ruinieren zu können, höchstens eine Produktion im Jahr, meist mit Nachwuchsregisseuren. Berger kehrte nach 40 Jahren, die er in Rom gelebt hatte, in seine Heimat Salzburg zurück. Auf seinem Lieblingsbauernhof in Dürrnberg bei Salzburg zeigte Berger, dass er sich seinen Humor bewahrt und an Selbstironie gewonnen hatte.

    Hinweis

    Personen

    Regie:Cordula Kablitz-Post


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