Je suis Karl

Belgien / Deutschland / Frankreich, 2020
bis 04:15
Drama
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260821021500
VPS 00:00

Übersicht

Ein Bombenattentat zerreißt Maxis leben. In ihrer Trauer lernt sie Karl kennen, der ihr Halt verspricht. Doch es zeichnet sich ab, dass Karl nicht der ist, für den er sich ausgibt. „Je suis Karl“ zeigt, wie rechtsextreme Bewegungen Traumata und gesellschaftliche Ängste nutzen, um junge Menschen für ihre Ideologie zu gewinnen. Ein politisches Drama von Christian Schwochow.

Themen

    Details

    Es ist zwei Jahre her, dass Familie Baier dem jungen Libyer Yusuf bei seiner Flucht nach Deutschland geholfen hat. Als nun Vater Alex ein Paket für die Nachbarin annimmt, explodiert es in der Wohnung; Mutter Inès und die beiden kleinen Zwillingssöhne werden Opfer der Tragödie. Schwer traumatisiert überleben Alex und die 20-jährige Tochter Maxi. Eines Tages lernt Maxi Karl kennen, einen charismatischen jungen Mann, der sie vor aufdringlichen Journalisten rettet. Karl lädt sie zum Treffen einer europäischen Jugendbewegung in Prag ein. Das kommt Maxi gerade recht, denn in Berlin erinnert sie alles an den Verlust ihrer Familie. Bald darauf findet sich Maxi in Prag in einem Umfeld wieder, in dem ihr scheinbar alle den Trost spenden, den sie braucht. Anfangs traut sie der politischen Bewegung, die sich nicht klar einordnen lässt, noch nicht ganz, doch schnell verliebt sie sich in Karl und folgt ihm blind. Sie begleitet ihn auf eine Reise nach Frankreich, die seinen politischen Erfolg festigen soll. Während Maxi immer tiefer in die Fänge eines identitären, rechtsextremen Milieus gerät, macht sich ihr Vater, verzweifelt in Sorge um seine Tochter, auf die Suche nach ihr. Es stellt sich bald heraus: Das Bombenattentat in Berlin war erst der Anfang ... Christian Schwochow („Bad Banks“) inszenierte mit „Je suis Karl“ einen Film über die Anziehungskraft junger, rechter, identitärer Bewegungen in Zeiten von Social Media.

    Hinweis

    Der Titel „Je suis Karl“ nimmt Bezug auf das Jahr 2015, als ein islamistisches Attentat auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ die Welt erschütterte. Regisseur Christian Schwochow thematisierte Faschismus bereits 2016 in „Mitten in Deutschland: NSU“. Beim Deutschen Filmpreis 2021 war „Je suis Karl“ als bester Film nominiert und brachte Luna Wedler, Jannis Niewöhner und Milan Peschel jeweils Nominierungen für ihre schauspielerischen Leistungen in Haupt- und Nebenrollen ein.Audiodeskription, Produktion: Pandora Film Produktion, Negativ Film Productions, WDR, ARD Degeto, RBB, ARTE

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Maxi Baier
    Karl
    Alex Baier
    Ante
    Jitka
    Odile Duval
    Yusuf
    Inès Baier
    Regie:Christian Schwochow
    Drehbuch:Thomas Wendrich
    Kamera:Frank Lamm
    Musik:Tom Hodge & Floex


    TVinfo
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