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Wagner, Saint-Saëns, Debussy: In diesem Konzert begegnen sich deutsche und französische Romantik: Wagners Musik mit ihrer metaphysischen Stille und glühenden Ekstase sowie zwei französische Werke mit ihrer eigenen Sinnlichkeit - Saint-Saëns‘ erstes Cellokonzert und Debussys Naturpanorama „La mer“.
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Zwischen dunkler Klangfülle und heller Leichtigkeit bewegt sich das Programm dieses Konzerts der Dresdner Staatskapelle. Es macht hörbar, wie stark Richard Wagner Komponisten wie Claude Debussy und Camille Saint-Saëns geprägt hat - und verweist zugleich auf das spannungsreiche Verhältnis zwischen deutscher und französischer Musik am Ende des 19. Jahrhunderts.
Mit Wagner verband Debussy eine Art Hassliebe. 1888 und 1889 führten ihn zwei Fahrten nach Bayreuth zu den Festspielen, wo er „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Parsifal“ und „Tristan und Isolde“ sah. Nach seiner ersten Reise war er völlig begeistert, vor allem von der revolutionären Harmonik im „Tristan“, nahm aber später eine eher kritische Haltung ein. Ein Grund dafür war, dass er Wagner als übermächtiges Vorbild sah, von dem es schwer sein würde, sich zu lösen.
Auch Saint-Saëns hatte ein zwiespältiges Verhältnis zu Wagner. Er bewunderte einerseits seine Orchestrierung, fand Wagners Opern andererseits jedoch überladen, langatmig und ausschweifend. Er glaubte, dass der Wagnerismus die französischen Komponisten von ihrem nationalen Stil abbrachte. Ihm ging es um die Rückbesinnung auf „klassische“ Klarheit in der Musiksprache.
Daniele Gatti dirigiert die Sächsische Staatskapelle Dresden. Saint-Saëns‘ erstes Cellokonzert interpretiert Gautier Capuçon, ein Meister des warmen, kantablen Tons.
Das Programm im Überblick:
- Richard Wagner: Vorspiel zum 3. Aufzug und „Karfreitagszauber“ aus „Parsifal“
- Camille Saint-Saëns: Violoncellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33
- Claude Debussy: „La mer“
- Richard Wagner: Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“ und „Isoldes Liebestod“ aus „Tristan und Isolde“
Hinweis
Produktion: EuroArts
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