Abenteuer Wildnis

Spaniens wilder Süden - Rückkehrer (Deutschland, 2019)

bis 11:50
Tiere
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • 20260805110500
VPS 11:05

Übersicht

Das su¨dliche Spanien bietet auf engstem Raum ein Mosaik aus extremen Lebensräumen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die schneebedeckten Gipfel der Sierra de Cazorla, die trockenen Steineichenwälder der Sierra Morena oder die nebelgetränkten Korkeichenwälder in Cadiz sind die beste Voraussetzung fu¨r eine enorme Artenvielfalt.

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    Details

    Tiere, die sich in einem Lebensraum über Jahrtausende gegen andere Arten behaupten müssen, werden oft zu Nahrungsspezialisten. Das gilt auch für seltenste Raubkatzenart der Welt - den Iberischen Pardelluchs. Seine Beute besteht bis zu 90 Prozent aus Wildkaninchen. Anfang des letzten Jahrhunderts bevölkerten noch mehr als 5.000 Luchse die Iberische Halbinsel. Dann kamen, zusätzlich zu ru¨cksichtslosem Jagd- und Siedlungsverhalten des Menschen, zwei verschiedene Seuchen über das Land, die fast die gesamte Kaninchenpopulation Spaniens dahinrafften. Zur Jahrtausendwende waren gerade einmal 100 Luchse übrig. Den iberischen Kaiseradler, den ehemaligen Herrscher der Lüfte über den su¨dspanischen Gebirgszügen, hat ein ähnliches Schicksal ereilt. Heute gibt es gerade noch 250 Paare des majestätischen Greifvogels mit einer Flu¨gelspannweite von über zwei Metern. Doch in Spanien findet ein Sinneswandel statt. Man ist sich bewusst: Wenn nichts passiert, verschwinden diese vom Aussterben bedrohten Arten für immer von der Erde. Der Bartgeier war in Südspanien schon komplett ausgestorben. Hauptursache ist hier das illegale, aber immer noch weit verbreitete Auslegen von Giftködern gegen verwilderte Hunde und Katzen oder Füchse und Ratten. Frisst der Nahrungsspezialist Knochen derart verendeter Tiere, stirbt er selbst daran. Nun wird er in einem aufwendigen Projekt mühsam wieder angesiedelt. Mit den Populationen geht es aufgrund von Schutzmaßnahmen seit kurzem langsam wieder aufwärts, auch der Bartgeier profitiert. Doch das Überleben dieser Arten ist noch lange nicht gesichert.

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