Meine Jugend auf den Open-Air Festivals

bis 12:45
Dokumentation
  • Stereo
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260725120000
VPS 00:00

Themen

    Details

    Die Anspannung ist überall zu spüren. Nach zwei Tagen Dauerregen und Windstärke 9 macht sich Ernüchterung breit. Doch dann reißt der Himmel auf und die Sonne scheint. Und dann kommt er auf die Bühne, mit 17 Stunden Verspätung: Jimi Hendrix. Gitarrenlegende und seit Woodstock 1969 die Verkörperung der Flower-Power-Bewegung. Es sollte der letzte Auftritt vor seinem Tod werden. Das Love & Peace Festival 1970 auf der Ostseeinsel Fehmarn war Deutschlands erstes Open-Air-Konzert, es versank in Schlamm, Prügeleien und Schutt und Asche. Der Traum von Woodstock, er zerplatzte. Heutzutage auf dem größten Festival Norddeutschlands, dem Hurricane, ist zwar das Wetter immer noch unberechenbar, doch alles während der Veranstaltung ist bis ins kleinste Detail durchorganisiert. Der Veranstalter Folkert Koopmans hat über die Jahrzehnte das Festival von Mal zu Mal perfektioniert. Er achtet zunehmend auf Umwelt- und Naturschutz und bietet mittlerweile sogar Luxus-Campingunterkünfte für anspruchsvollere Festivalbesucherinnen und -besucher an. Dazu gibt es ein Riesenrad, Bungee-Sprungturm, Supermarkt, Gourmet-Essensstände, Annehmlichkeiten wie in einem Kurzurlaub. Die Dokumentation zeigt die Entwicklungsgeschichte der norddeutschen Open-Air-Festivals. Alte, zum Teil noch nie zuvor gesendete Archivaufnahmen des Fehmarn-Festivals 1970 und der beiden Scheeßeler Rockfestivals 1973 und 1977, stehen dem Hurricane-Festival in heutiger Zeit gegenüber. Der Kontrast könnte nicht deutlicher werden: Denn mit chaotischen Hippie-Verhältnissen in der Provinz haben diese Großveranstaltungen fast nichts mehr zu tun. Nur ein bisschen Woodstock-Gefühl kommt wieder auf, wenn junge Popfans mit Blumenkränzen im Haar unbeschwert zur Gitarrenmusik tanzen.

    Hinweis

    Personen

    Kamera:André Bacher, Carsten Janssen
    von:Pia Lüke


    TVinfo
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