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Der Brexit hat in Großbritannien alte Spannungen aufflammen lassen. Er hat den Nordirlandkonflikt neu belebt. Extremistische Gruppen stören die Verhandlungen zwischen London und Brüssel und fordern so die Friedenspolitik Europas heraus. Wenn bereits der Brexit die Stimmung derart vergiftet hat, was könnte erst die Wiedervereinigung der irischen Insel anrichten?
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Nach dem Ende des Nordirlandkonflikts 1998: Der Brexit hat die alten Spannungen wieder aufflammen lassen, die Wiedereinführung von Zöllen für Importe aus der EU hat schlafende Hunde geweckt. Die Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland, die seit der Teilung der Insel 1921/22 besteht, ist das Resultat zahlreicher Auseinandersetzungen, die nach dem Karfreitagsabkommen 1998 zur Ruhe kamen. Die Grenze wurde aufgelöst, die Wachtürme verschwanden. Zollkontrollen wurden überflüssig, da sowohl die Republik Irland als auch das Vereinigte Königreich Mitgliedsländer der EU waren.Doch der Brexit hat das fragile Gleichgewicht zerstört. Die Regierung in London hat Nordirland den EU-Austritt aufgezwungen und damit den Landesteil gegen sich aufgebracht. Nach langen Verhandlungen sehen die Post-Brexit-Regeln nun vor, dass Waren, die von der Insel Großbritannien kommen, bei ihrer Ankunft in Nordirland kontrolliert werden. Somit verbleibt Nordirland de facto im gemeinsamen Markt und in der Zollunion der EU, sehr zum Missfallen der Unionisten, die den Platz Nordirlands innerhalb des Vereinigten Königreichs gefährdet sehen. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise deutet alles auf eine Verschärfung der Lage hin. Wenn bereits der Brexit die Stimmung derart vergiftet hat, was wird erst geschehen, sollte die irische Insel über ihre Wiedervereinigung abstimmen? Die Dokumentation stützt sich auf neues Archivmaterial und auf Interviews.
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