Ein Pazifist im Krieg

Tagebuch eines ukrainischen Soldaten (2025)

bis 01:00
Dokumentarfilm
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • 20260715233000
VPS 23:30

Übersicht

Ein ukrainischer Künstler und Kameramann, eigentlich ein Krishna-Anhänger, Hippie und Pazifist, zieht in den Krieg, um sich dem „extremsten Film“ seines Lebens zu stellen. Mit ständig eingeschalteter mobiler Kamera dokumentiert der Mann seine Erfahrungen und versucht verzweifelt, seine Menschlichkeit zu bewahren.

Themen

    Details

    Dmytro Dokunov , ukrainischer Künstler und Filmemacher, lebt in einer Öko-Kommune auf dem Land, als ihn die Einberufung zum Militär erreicht. Diese stellt ihn vor ein Dilemma: Der Armee beitreten - oder den Kriegsdienst verweigern? Obwohl eigentlich pazifistisch eingestellt, beschließt er, Verantwortung zu übernehmen und sein Heimatland zu verteidigen. Gleich nach seiner Ausbildung wird er Zugführer in einer der gefährlichsten Einheiten, der Fallschirmjäger-Aufklärungseinheit. In der ersten Schlacht schon stirbt Doks Kommandeur, der einzige Mann mit militärischer Erfahrung. Sein engster Kampfgefährte, ein Krishna-Anhänger, stirbt auch. Um bei Verstand zu bleiben, versenkt sich Dok in die Natur, meditiert, führt philosophische Gespräche - und filmt. Der Zuschauer bekommt intime Einblicke in das Miteinander der Kameraden, ebenso wie in die Liebesbeziehung zu seiner Verlobten Darja. Die Kamera ist mitten im Kampfgeschehen und dokumentiert entscheidende Schlachten, um im nächsten Moment die spektakuläre Schönheit der Natur zu feiern. Bis sich am Ende alles zuspitzt: Er wird verwundet, trifft - mittlerweile selbst Kommandeur - Fehlentscheidungen, Schuldgefühle quälen ihn. Es stellen sich ihm und dem Zuschauer existenzielle Fragen: Wie an der Front kämpfen und nicht abstumpfen? Wie seinen Sinn für Schönheit, seine Seele bewahren? Ein auch ästhetisch mutiger Antikriegsfilm.

    Hinweis

    Personen

    Regie:Oleksandr Tkatschenko


    TVinfo
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