Mozart: Die Zauberflöte

Frankreich, 2026
bis 01:15
Oper
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • 20260711220000
VPS 00:00

Übersicht

Seit Jahren zählt „Die Zauberflöte“ zu den meistgespielten Opern beim Festival in Aix-en-Provence. Nach acht Jahren kehrt Mozarts Werk nun zurück auf den Spielplan. Clément Cogitore inszeniert die Handlung als moderne Coming-of-Age-Geschichte: Tamino und Pamina verlassen die Welt der Kindheit und treten ein in eine Realität, in der Schönheit zerbrechlich und Wahrheit ungewiss ist.

Themen

    Details

    „Die Zauberflöte“ entwirft das Bild einer utopischen Gemeinschaft, die Sarastro als Gegenentwurf zur nächtlichen Welt verwirklichen möchte. Doch das vermeintliche Happy End entpuppt sich als trügerisch. Der Filmemacher und Künstler Clément Cogitore greift auf Bilder zurück, die im kollektiven Gedächtnis verankert sind, und legt dabei auch ihre Schattenseiten offen. Er verbindet Archivmaterial mit dem Bühnengeschehen, hält den Figuren ihre eigenen Widersprüche vor Augen und schafft so eine vielschichtige Inszenierung.Die Produktion der 78. Ausgabe des Festivals in Aix-en-Provence besticht durch eine leichte, fast tänzerische Umsetzung, zu der die Choreographin Evelin Facchini entscheidend beiträgt. Besonders reizvoll ist das Zusammenspiel zwischen Darstellern und Videoprojektionen: Cogitores Interpretation wird so auch zur Komödie der Illusionen.Am Dirigentenpult steht Leonardo García-Alarcón, der mit seinem Ensemble Cappella Mediterranea sowie dem Choeur de chambre de Namur und dem Knabenchor der Chorakademie Dortmund die Aufführung musikalisch gestaltet. Der Dirigent, der als prägende Figur der Barockrenaissance und ausgewiesener Mozart-Experte gilt, bringt „Die Zauberflöte“ hier erstmals auf die Bühne.Die Besetzung ist prominent: Die französische Sopranistin Sabine Devieilhe, eine der bedeutendsten Stimmen ihrer Generation, übernimmt die Rolle der Königin der Nacht. Der britische Bass Brindley Sherratt verkörpert Sarastro, während der Schweizer Tenor Mauro Peter - bekannt unter anderem von der Pariser Oper - den Tamino gibt. Die chinesische Sopranistin Ying Fang ist als Pamina zu hören, und der amerikanische Bariton Sean Michael Plumb gestaltet seinen Lieblingspart, den schelmischen Papageno, den Cogitore mit lyrischer Zärtlichkeit anlegt.Die Produktion wurde für ARTE aufgezeichnet und wird am 11. Juli ausgestrahlt. Durch den Abend führt Saskia De Ville.

    Hinweis

    Libretto: Emanuel SchikanederBühnenbild / Ausstattung / Bauten: Alban Ho VanLicht: Sylvain VerdetDramaturgie: Simon Hatab

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Die Königin der Nacht
    Tamino
    Pamina
    Sarastro
    Papageno
    Der Sprecher
    Erste Dame
    Zweite Dame
    Dritte Dame
    Papagena
    Monostatos
    Regie:François-René Martin
    Kostüme:Wojciech Dziedzic
    Moderator:Saskia De Ville
    Inszenierung:Clément Cogitore
    Dirigent:Leonardo García-Alarcón


    TVinfo
    X