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Ein Höhlenforscher verunglückt in der längsten und am schwersten zugänglichen Höhle Deutschlands, zwölf Kilometer tief im Berg. Zwei Wochen lang ringen 728 Menschen um sein Leben. Darunter ein Schweizer Expertenteam. Eine bewegende Geschichte von absoluter Freundschaft und grenzenloser Opferbereitschaft.
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Die Riesending-Höhle in Berchtesgaden, eines der längsten Höhlensysteme Deutschlands: Der Höhlenforscher Josef Häberle verunglückt mit einer lebensbedrohlichen Kopfverletzung und liegt in über 1000 Meter Tiefe, zwölf Kilometer vom Schachteingang entfernt. Während zwei Freunde ihn am Leben halten, gelangt Ralf Sommer in einem waghalsigen Klettersprint innerhalb eines halben Tages an die Oberfläche, um die Bergwacht zu alarmieren.
Doch die gerät schnell an ihre Grenzen. Weltweit gibt es nur wenige Spezialistinnen und Spezialisten, die so tief in eine Höhle vordringen können. Und im Team von Bertram Erhardt, dem Einsatzleiter der Bergwacht, befindet sich kein Notarzt, der sich ein solches Vorhaben zutraut. Ralf sieht nur eine Chance: ein Hilferuf an die internationale Höhlenforscher-Gemeinschaft, darunter die Schweizer Res Wolfensberger und Roger Furrer. Viel persönliches Engagement bringt auch Birgit Eberharter ein, eine Höhlenklettererin aus Salzburg, die Josef viel zu verdanken hat. Gemeinsam mit Ärztin Raffaela Pardeller macht sich Birgit auf zum Schwerverletzten - um festzustellen, ob er überhaupt transportfähig ist.
Bertram gerät zunehmend unter Druck: Er will und darf die Einsatzleitung nicht an die internationalen Höhlenforschenden abgeben oder diese in die Höhle lassen. Zugleich würde er das Leben Hunderter nicht ausreichend höhlenerfahrener Bergretter riskieren, würde er sie in die Tiefe schicken - für die Bergung eines Mannes, der wahrscheinlich gar nicht überleben würde. Höhlenspezialist Res Wolfensberger ist zunehmend genervt von Bertrams zögerlichem Verhalten. Er und sein Team wären parat. Jetzt gilt es endlich, die Operation Rettung aus der Riesending-Höhle zu starten. Sonst wird Josef sterben.
Basierend auf wahren Begebenheiten zeigt der Film, was möglich ist, wenn Menschen zusammenhalten und an einem Strang ziehen - unabhängig von ihrer Nationalität, ihres Geschlechts, ihres Alters. Dann wird das Unmögliche möglich. Dann heisst es 728 für 1. Die Koproduktion von SRF mit der ARD erzählt von einer der aufwändigsten Rettungsaktionen, die mehrere Wochen in Anspruch nahm - eine logistische Meisterleistung, bei der auch Schweizer Retterinnen und Retter massgeblich beteiligt waren.
Hinweis
Audiodeskription
Personen
Schauspieler: Rolle | Birgit Eberharter Bertram Erhardt Helene Rechlin Raffaela Pardeller Wofgang Breitsamer Res Wolfensberger Roger Furrer |
| Regie: | Johannes Freydank |
| Drehbuch: | Johannes W. Betz |
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