Als Rügen Urlaubsinsel wurde

bis 22:55
Tourismus
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260707221000
VPS 00:00

Übersicht

Rügen - kilometerlange weiße Sandstrände, glanzvolle Bäderarchitektur, die Seebrücke von Sellin. Millionen Übernachtungen werden hier jährlich gebucht. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg ist Rügen nicht die Insel der Urlauber: Jeder zweite Bewohner ist ein Flüchtling. Trotzdem spricht man 1946 offiziell von "der ersten Nachkriegssaison an der Ostseeküste. Der FDGB schafft hier heiß begehrte Urlaubsplätze für die Werktätigen der DDR.

Themen

    Details

    Rügen - kilometerlange weiße Sandstrände, glanzvolle Bäderarchitektur, die Seebrücke von Sellin. Sechs Millionen Übernachtungen werden hier pro Jahr gebucht. Deutschlands größte Insel hat Karibik-Flair. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg ist Rügen nicht die Insel der Urlauber. Jeder zweite Bewohner ist ein Flüchtling. Rügen ist „Umschlagplatz“ für Vertriebene. Mondäne Hotels und reetgedeckte Pensionen werden zu Notunterkünften für die Menschen. Trotzdem spricht man 1946 offiziell von „der ersten Nachkriegssaison an der Ostseeküste“. Sieben Jahre später beginnt „die planmäßige Entwicklung des Feriendienstes der Gewerkschaft beim Aufbau des Sozialismus“. Mit der so genannten „Aktion Rose“ werden 1953 private Hotel- und Pensionsbesitzer und Geschäftsleute enteignet und verhaftet. Aus Privatbesitz wird Volkseigentum. FDGB-Urlauber ziehen ein. Das Kurhaus Binz allerdings hat einen Sonderstatus. Wie es damals auf Rügen war, darüber berichten die Menschen, die hinter den Tresen und Essenausgaben standen. Sie erzählen von zentraler Einweisung, von Essen in drei Durchgängen, davon, wie Mangelwirtschaft mittels Fantasie kaschiert wurde. „Auch wenn das Bier dünn und das Eis wässrig ist, es ist doch Urlaub an der Ostsee!“

    Hinweis

    Personen

    von:Katrin Richter, Gudrun Brigitta Nöh


    TVinfo
    X