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Die turbulente Verwechslungskomödie „Charleys Tante“ ist ein Dauerbrenner. Diesmal ist es Peter Alexander, der in der Titelrolle übermütig seine Späße treibt. Um zwei Freunden aus der Patsche zu helfen, verwandelt er sich in eine reiche Erbtante aus Brasilien und hat alle Mühe, Fassung zu bewahren, als plötzlich die sehr attraktive richtige Tante auftaucht.
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Das rbb Fernsehen sendet zu Ehren von Peter Alexander die Spielfilme „Charleys Tante“ und direkt im Anschluss „Im weißen Rössl“. Der Schauspieler, Pianist und Sänger wäre am 30. Juni 2026, 100 Jahre alt geworden.
Der junge Diplomat Dr. Otto Wilder ist aus Südamerika nach Wien gekommen, um an der Generalversammlung eines großen Wirtschaftsunternehmens teilzunehmen. Im brasilianischen Generalkonsulat lernt er die Hauptaktionärin Carlotta Ramirez kennen und ist von der schönen jungen Witwe höchst beeindruckt. Am liebsten würde er ihr stundenlang den Hof machen, aber leider hat Carlotta gewisse Verpflichtungen. So sucht Dr. Wilder stattdessen seinen Bruder Ralf auf, der mit seinem Freund Charley eine aufwändige Junggesellenbude mit Dachgarten bewohnt. An diesem Abend ist es Ralf und Charley mit List und Tücke gelungen, zwei reizende Mädchen aus Schweden - Britta und Ulla - zu einer kleinen Feier auf dem Dachgarten einzuladen, obwohl Ullas gestrenger Vater ausdrücklich angeordnet hatte, die beiden sollten in ein Konzert gehen. Zu fortgeschrittener Stunde muss unbedingt ein Anstandswauwau her: Ulla droht nämlich, binnen zehn Minuten zu gehen, wenn Charleys Tante aus Brasilien bis dahin nicht, wie angekündigt, erscheint! In dieser prekären Situation erscheint Dr. Wilder als rettender Engel. Um Ralf und Charley aus der Verlegenheit zu helfen, schlüpft der erfahrene Don Juan in ein Abendkleid, das ihm sein Chauffeur eilends aus dem Hotel beschaffen muss, und tritt so als exzentrische Erbtante in Aktion. Nicht nur die beiden Mädchen sind entzückt über ihre Verrücktheiten, auch Ullas zorniger Papa und Charleys Erzeuger erliegen später dem feurigen Charme des vermeintlichen Rasseweibs. Als die Stimmung immer ausgelassener wird, erscheint plötzlich die wirkliche Tante auf dem Dachgarten. Ihrer Doppelgängerin verschlägt es fast die Sprache: Die Frau, die der verkleidete Diplomat imitiert, ist niemand anderes als Carlotta Ramirez, die Dame seines Herzens! Sie erweist sich jedoch als Herrin der ungewöhnlichen Situation.
Hinweis
Das Remake des 1955 von Hans Quest mit Heinz Rühmann und Hertha Feiler gedrehten Komödienklassikers „Charleys Tante“ war eine der Paraderollen von Peter Alexander, dem österreichischen Sänger, Schauspieler, Entertainer, Showmaster. Nicht nur in den Jahren des Wirtschaftswunders, bis weit in die Neunziger verzauberte Peter Alexander ein Millionenpublikum, erzielte Einschaltquoten, von denen Showmaster heute nur träumen können. Und Alexander blieb dabei immer ein Star ohne Allüren: „Ich bin ein ehrlicher Mensch - und ich glaube, das ist auch über die Rampe gegangen.“
Peter Alexander war einer der beliebtesten Entertainer Deutschlands. Ab den 1950er Jahren bis Ende der 1990er gehörte er zu den populärsten Unterhaltungskünstlern überhaupt. Ob als Sänger, Schauspieler oder Showmaster verstand er es wie kaum ein anderer mit seiner beschwingten Art die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer zu erobern. Zu seinen größten Erfolgen im Kino zählen „Im weißen Rössl“ (1960), zwei der „Lümmel“-Filme, „Zum Teufel mit der Penne“ (1968) und „Hurra, die Schule brennt“ (1969) oder die österreichische Reihe um den „Grafen Bobby“ (1961-1965). Bis in die 1980er gelang es Alexander mit 38 Top-Ten-Hits in den bundesrepublikanischen Charts zu landen. Seine Fernsehsendungen, wie die „Peter-Alexander-Show“ (1969-1996), erreichten über gut drei Jahrzehnte Traum-Einschaltquoten und ein Millionenpublikum. Peter Alexander starb am 12. Februar 2011 im Alter von 84 Jahren. Am 30. Juni dieses Jahres wäre er 100 Jahre alt geworden.Foto, [Ton: Mono]
Personen
Schauspieler: Rolle | Dr. Otto Wilder Carlotta Ramirez Charley Sallmann Mona Ralf Wilder August Sallmann Ulla Bergström Britta Nielsen |
| Regie: | Géza von Cziffra |
| Drehbuch: | Gustav Kampendonk |
| Kamera: | Willy Winterstein |
| Musik: | Johannes Fehring |
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