Übersicht
Lanzarote, die nördlichste Insel der Kanaren, wirkt wie ein fremder Planet. Die Silhouetten der schroffen Vulkanberge, die schwarzen Lavafelder und das besondere Licht lassen die Insel wie ein surreales Kunstwerk erscheinen. Ein Ort, an dem Astronautinnen die Reise zum Mond proben und sich der Mensch den Naturgewalten beugen muss.
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Details
Lanzarote ist aus den Tiefen des Atlantiks vor Millionen Jahren aus mehreren Vulkaneruptionsphasen entstanden - die letzten im Jahr 1824. Die Ausbrüche hinterlassen eine karge Mondlandschaft aus schroffen Vulkanbergen und schwarzen Lavafeldern. Dem Menschen begegnet die Natur der Insel wie ein kohärentes Kunstwerk. Es ist ein Ort wie aus einer anderen Welt.Mit Beständigkeit haben die Bewohnerinnen und Bewohner über viele Generationen hinweg die Landschaft der Insel geprägt. Salzbauer Jose Medina Caraballo ist einer der letzten Salineros auf den Kanaren. Die Salzgärten, in denen er Tag für Tag arbeitet, geben der Küste im Süden von Lanzarote ein fremdes, bizarres Aussehen. Salzaffine Algen färben die rechteckigen Flächen gleich einem riesigen Puderkasten.In der flachen Ebene des benachbarten Weinanbaugebiets La Geria bestellt die Familie von Ascensión Robayna ihre Felder. Sie ist geprägt von trichterförmigen Gruben, in denen die Reben auf fruchtbaren Aschebrocken wachsen, den sogenannten Lapilli. Diese stammen vom großen Ausbruch im Jahr 1730. In jedem Trichter wächst nur eine einzelne Weinrebe. Alle Arbeiten müssen von Hand ausgeführt werden. Es ist eine nahezu perfekte Symbiose von Mensch und Natur.Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen die Energie der Hitze der Vulkane inmitten des Timanfaya-Nationalparks. Es ist die Suche nach einem größeren Nutzen einer riesigen Magmablase, die sich nur wenige Hundert Meter unter der Erdoberfläche befindet.Sie alle haben es verstanden, dieses harte Land zu kultivieren, seine Schönheit zu zeigen und die Natur zu bewahren.
Hinweis
Vor der afrikanischen Küste mitten im Atlantik wüteten über Jahrmillionen hinweg Unterwasservulkane und schütteten einen Vulkanarchipel auf: die Kanarischen Inseln. Vulkanlandschaften, Wüsten, Wälder und tiefe Täler - jede der sieben Inseln hat ihr eigenes Gesicht. 146 Naturschutzgebiete, davon vier Nationalparks, sieben Unesco-Biosphärenreservate und Europas erstes Walschutzgebiet befinden sich auf den Inseln.Trotz der geringen Fläche findet man auf den Kanarischen Inseln zahlreiche Mikroklimazonen von Wüsten über Subtropen bis zu Hochgebirgen. Obwohl der Archipel auf demselben Längengrad liegt wie die Sahara, die größte Wüste der Erde, herrscht auf den Kanaren ewiger Frühling. Hier wachsen Pflanzen und leben Tiere, die es sonst nirgendwo gibt. Viele nennen die Vulkaninseln das „Galapagos Europas“.Die fünfteilige Dokumentationsreihe zeigt einzigartige Naturräume und spürt der Entstehung des Vulkanarchipels nach.Online verfügbar von 23/06/2026 bis 21/09/2026
Personen
| Regie: | Wolf Truchsess, Hannah Altschuk |