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Sie trägt weder Federn noch Fell, stattdessen ein stabiles Schuppenkleid. Sie liebt Termiten und Ameisen - zumindest solange diese in Reichweite ihrer langen, rosafarbenen Zunge sind. Und sie marschiert gern auf zwei bis vier Beinen durch den afrikanischen Busch. Kosha ist nicht nur ein Steppenschuppentier, sondern auch die Heldin dieser Geschichte.
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Die Geschichte um Kosha beginnt mit einem traurigen Tag im Jahr 2017, als Lisa Hywood in Simbabwe ein etwa drei Monate altes Schuppentier, auch Pangolin genannt, übergeben wird. Seine Mutter wurde vermutlich getötet - wegen ihrer Schuppen, die aus Keratin bestehen. In Asien wird Pangolin-Schuppen eine heilende Wirkung nachgesagt. Allein deswegen gehören Schuppentiere heute zu den am meisten geschmuggelten Wildtieren der Welt.
Lisa und ihr Team von der Tikki Hywood Foundation kennen die Situation: Die Behörden übergeben der Tierschutzorganisation oft Pangoline, die aus den Händen von Wilderern befreit wurden. Doch vom ersten Tag an ist bei Kosha alles anders: Das junge Weibchen will nicht aus der Flasche trinken. Die Biologin Ellen Connelly macht sich Sorgen, denn durch den Flüssigkeitsverlust droht das Pangolin-Baby zu sterben.
Lisa und Ellen übergeben Kosha dem Pangolin-Pfleger Luke Kamuhuni. Er tut, was nach Stand der damaligen Wissenschaft als vollkommen sinnlos erscheint: Mit dem Schuppentier-Baby macht er sich auf den Weg zu einem Ameisenhügel und sofort schleckt das kleine Wesen die Ameisen mit seiner klebrigen Zunge auf. Kosha ist gerettet und die Menschen staunen über sie - nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal ...
Die Dokumentation zeigt, wie Pangolin Kosha heranwächst und zu einem Modellfall für die Auswilderung von Schuppentieren in Simbabwe wird: Sie lernt, selbstständig im Gonarezhou-Nationalpark zu leben, mit Feinden und Artgenossen klarzukommen und selbst Mutter zu sein.
Hinweis
Online verfügbar von 15/06/2026 bis 29/06/2026
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