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Italo Calvino ist einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Romanen „Der Baron auf den Bäumen“ und „Wenn ein Reisender in einer Winternacht ... “ wurde er international berühmt. Die Dokumentation erzählt anhand von teils unveröffentlichtem Archivmaterial und zahlreichen Textauszügen die künstlerische Laufbahn und das bewegte Leben des weltgewandten Autors.
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Italo Calvino (1923-1985) gehörte zu den bedeutendsten italienischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Die Dokumentation lädt dazu ein, den Menschen und Autor durch das Prisma eines seiner größten Werke zu entdecken: „Der Baron auf den Bäumen“.
Genau wie der Held seiner Erzählung begann das Leben für Italo Calvino auf der Erde, nahe den Pflanzen, Gärten und Blumen. Er wuchs in einer Familie von Naturwissenschaftlern auf: seine Eltern waren Botaniker. Um die faschistische Wirklichkeit Italiens während der Mussolini-Diktatur auszublenden, schuf er sich eine blühende Fantasiewelt.
Sein politisches Engagement begann Anfang der 1940er Jahre: 1944 schloss er sich der Resistenza an, 1945 trat er der Kommunistischen Partei bei. Anders als sein „Baron auf den Bäumen“ beschloss er, seinen Beitrag für die Gemeinschaft nicht aus einem Baumwipfel heraus zu leisten, sondern die Literatur zu nutzen, um die Welt von oben zu betrachten. Seine freiheitsliebenden Gedanken vermittelte er über den ihm eigenen allegorisch-fantastischen Stil in seinen Werken.
1956 erlebte Calvino den Einfall sowjetischer Truppen in Ungarn wie einen Dolchstoß ins Herz. Kurz darauf trat er aus der Kommunistischen Partei aus und wandte sich von der Politik ab. In den 1960er Jahren zog es ihn ins Ausland und er ließ sich in Paris nieder, wo er anderer Leute Bücher las und sich mit neuen Studien befasste: Kosmologie, Archäologie und Astronomie öffnen ihm neue Horizonte. Dadurch erlangte er den Abstand, nach dem er sich gesehnt hatte, um die Dinge der Welt „von oben“ zu betrachten.
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Synchronfassung
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