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Im Herzen des Sankt-Lorenz-Golfs liegt ein ganz besonderer Inselarchipel: die Magdalenen. Gefürchtet von Seeleuten, geliebt von Touristen und Zufluchtsort für bedrohte Tierarten, besteht die zur kanadischen Provinz Québec gehörende Inselgruppe aus sieben bewohnten und mehreren unbewohnten Inseln. Nur rund 60 Menschen leben hier - und pflegen ihre lebhafte Kultur.
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Die Inselgruppe der Magdalenen liegt im Herzen des Sankt-Lorenz-Golf und gehört zur kanadischen Provinz Québec. Ein paradiesischer Archipel, der zugleich als berüchtigtes Hindernis für die Seefahrt gefürchtet ist. Die Nachkommen der Schiffbrüchigen leben noch heute hier gemeinsam mit den französischsprachigen Akadiern.
Der Archipel besteht aus einem Dutzend verschiedener Inseln. Sieben sind bewohnt und sechs mit einer Landstraße verbunden, der Route 199. Die Île d‘Entree ist nur mit dem Boot erreichbar. Laurence ist eine von knapp sechzig Personen, die hier dauerhaft leben und sich der Entvölkerung der Insel widersetzen. Auf Cap aux Meules betreibt Bernard eine Fahrradwerkstatt und setzt sich für den Ausbau von Fahrradwegen ein. Mit der Umrüstung auf Elektroantriebe will er die Insulaner motivieren, trotz ständigem Gegenwind aufs Rad umzusteigen.
Einige Wege wurden durch die starke Erosion weggespült. Die lokale Umweltorganisation Attention Fragile arbeitet mit der Bevölkerung an der Befestigung der Küstenlinie. Auch manche der bedrohten Tierarten suchen auf den Magdalenen Unterschlupf. Für den Gelbfuß-Regenpfeifer ist der Archipel die einzige verbliebene Brutstätte in ganz Québec. Eine seltene Kuhherde produziert die Milch für den Käse und ist Teil der lokalen Kreislaufwirtschaft.
Den Elementen der Natur ausgeliefert, sind die Madelinots weitgehend auf sich allein gestellt. Zwischen Wind und Dünen pflegen sie eine lebhafte Kultur, die ihnen hilft, mitten im Sankt-Lorenz-Golf zu überleben.
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